Zum Inhalt springen
Österreichischer Rodelverband

Österreichischer Rodelverband

Einer der erfolgreichsten Verbände Österreichs

Der Österr. Rodelverband wurde 1945 gegründet und zählt mit seiner Eiskanalelite seit mehr als 50 Jahren zu den erfolgreichsten Verbänden Österreichs.

Olympiateilnehmer und regelmäßiger Medaillenlieferant seit 1964.

Neben dem ÖSV der zweiterfolgreichste Sportverband Österreichs.

Betreuung von mehr als 100 Sportlerinnen und Sportlern im Alter von 8-16 Jahren im Nachwuchszentrum.

24 Medaillen bei Olympischen Spielen,
88 Medaillen bei Weltmeisterschaften und
19 Gesamtweltcupsiege.

Österr. Rodelverband, Stadionstraße 1,
6020 Innsbruck,
www.rodel-austria.at

Alle Portrait-Bilder © ÖRV

MADELEINE EGLE

Geboren am: 21.08.1998
Verein: SV Rinn
Rodelsport seit:
Disziplin: Einsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/madeleine.egle 

Erfolge

  • 3. Platz Teambewerb Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
  • 3. Platz Olympische Jugend-Winterspiele Lillehammer 2016
  • 3. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Team Sigulda 2017
  • 1. Platz U-23 Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 1. Platz Teambewerb Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 3. Platz U-23 Weltmeisterschaft Sochi 2020

HANNAH PROCK

Geboren am: 02.02.2000
Verein: SV Igls
Rodelsport seit:
Disziplin: Einsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/hannah.prock.7
Instagram: https://www.instagram.com/hannah_prock_/

Erfolge

  • 2. Platz U-23-Weltmeisterschaft Winterberg 2019
  • 2. Platz Weltmeisterschaft Team 2019
  • 3. Platz Weltcup Königssee 2019
  • 1. Platz Junioren-Weltcup Calgary 2019
  • Teilnahme Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018

LISA SCHULTE

Geboren am: 13.12.2000
Verein: SV Igls
Rodelsport seit:
Disziplin: Einsitzer
Motto:„Energy flows where intention goes!“

Facebook: https://www.facebook.com/lisa.schulte.507679 

Erfolge

  • 4. Platz U-23-Weltmeisterschaft Winterberg 2019
  • 1. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Team Igls 2019
  • 3. Platz Junioren-Weltcup Park City 2019
  • 3. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Oberhof 2020

REINHARD EGGER

Geboren am: 11.09.1989
Verein: SV Langkampfen
Rodelsport seit: 
Disziplin: Einsitzer
Motto: „Mit Spaß zum Erfolg“

Facebook: https://www.facebook.com/reinhard.egger.75

Erfolge

  • 2. Platz Weltmeisterschaft Winterberg 2019
  • 2. Platz Weltmeisterschaft Team Winterberg 2019
  • 1. Platz Weltcup Königssee 2019
  • 8. Platz Olympische Winterspiele Sochi 2014
  • 3. Platz Gesamtweltcup Sprint 2019/20

ARMIN FRAUSCHER

Geboren am: 22.03.1994
Verein: RV Swarovski Halltal
Rodelsport seit: 
Disziplin: Doppelsitzer
Motto: „Is da Weg noch so steil, a bissel geht alleweil“

Facebook: https://www.facebook.com/armin.frauscher.3

Erfolge

  • 2. Platz U-23-Weltmeisterschaft Igls 2017
  • 3. Platz U-23-Weltmeisterschaft Königssee 2016
  • 1. Platz Junioren-Europameisterschaft 2014
  • 2. Platz Weltcup Igls 2015

DAVID GLEIRSCHER

Geboren am: 23.07.1994
Verein: RV Swarovski Halltal
Rodelsport seit: 
Disziplin: Einsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/david.gleirscher.luge/Instagram: https://www.instagram.com/davidgleirscher/
Website: 
http://www.david-gleirscher.at/

Erfolge

  • 1. Platz Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
  • 3. Platz Olympische Winterspiele Team Pyeongchang 2018
  • 3. Platz Junioren-Weltmeisterschaft 2013
  • 1. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Team 2014
  • 2. Platz Sprint Weltmeisterschaft Sochi 2020
  • 1. Platz Team Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 1. Platz Weltcup Altenberg 2019/20

NICO GLEIRSCHER

Geboren am: 17.03.1997
Verein: RV Swarovski Halltal
Rodelsport seit: 
Disziplin: Einsitzer
Motto:„Yesterday is over, it’s a different day.“

Facebook: https://www.facebook.com/Nico-Gleirscher-Fanpage-431269637077877/

Erfolge

  • 3. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Lillehammer 2015
  • 3. Platz Junioren-Europameisterschaft Oberhof 2015

WOLFGANG KINDL

Geboren am: 18.04.1988
Verein: SV Igls
Rodelsport seit: 1999
Disziplin: Einsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/wolfgang.kindl.luge/Instagram: https://www.instagram.com/wolfgangkindl/
Website: 
http://www.wolfgang-kindl.at/

Erfolge

  • 1. Platz Weltmeisterschaft Einsitzer und Sprint Igls 2017
  • 3. Platz Europameisterschaft 2017
  • 2. Platz Europameisterschaft 2010
  • 2. Platz Europameisterschaft Team 2017 und 2010
  • 3. Platz Gesamtweltcup 2017
  • 2. Platz Gesamtweltcup 2016
  • 1. Platz Junioren-Weltmeisterschaft 2007
  • 3. Platz Weltmeisterschaft Sochi 2020

LORENZ KOLLER

Geboren am: 26.09.1994
Verein: RV Swarovski Halltal
Rodelsport seit: 
Disziplin: Doppelsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/SteuKoller/Instagram: https://www.instagram.com/steu_koller/
Website: 
https://www.steu-koller.at/

Erfolge

  • 1. Platz Team Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 2. Platz Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 2. Platz Gesamtweltcup 2019
  • 3. Platz Weltmeisterschaft Doppelsitzer und Sprint Winterberg 2019
  • 2. Platz Weltmeisterschaft Team Winterberg 2019
  • 4. Platz Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
  • 1. Platz U-23 Weltmeisterschaft Igls 2017
  • 1. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Doppelsitzer und Team 2014

JONAS MÜLLER

Geboren am: 04.10.1997
Verein: RC Sparkasse Bludenz
Rodelsport seit: 
Disziplin: Einsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/jonas.muller.9619

Erfolge

  • 1. Platz Weltmeisterschaft Sprint Winterberg 2019

THOMAS STEU

Geboren am: 09.02.1994
Verein: RC Sparkasse Bludenz
Rodelsport seit: 
Disziplin: Doppelsitzer

Facebook: https://www.facebook.com/SteuKoller/Instagram: https://www.instagram.com/steu_koller/
Website: 
https://www.steu-koller.at/

Erfolge

  • 1. Platz Team Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 2. Platz Europameisterschaft Lillehammer 2020
  • 2. Platz Gesamtweltcup 2019
  • 3. Platz Weltmeisterschaft Doppelsitzer und Sprint Winterberg 2019
  • 2. Platz Weltmeisterschaft Team Winterberg 2019
  • 4. Platz Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
  • 1. Platz U-23 Weltmeisterschaft Igls 2017
  • 1. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Doppelsitzer und Team 2014

 

 
 

 

Aktuelles/ Presse

07.02.2021 Rodel-Weltcup St. Moritz (CH): Optimale Unterstützung für bestmögliche Leistung

Cheftrainer und Sportdirektor Rene Friedl lässt eine bärenstarke Saison der ÖRV-Asse Revue passieren, spricht über die größten Emotionen, aktuelle Stärken, die ÖRV-Talentschmiede und mögliches Verbesserungspotential.

Die vorolympischen Weltcup-Saison endet mit 6 Siegen und insgesamt 23 Podest-Platzierungen – das ist ein neuer ÖSV-Rekord. Dazu die Kristallkugeln im Weltcup und vier WM-Medaillen. Wenn man sich von den zahlreichen Höhepunkten, die besonders emotionalen herauspicken möchte, welche wäre das?

Rene Friedl: „Zunächst der Einstieg und Auftaktsieg von Thomas Steu und Lorenz Koller in Innsbruck-Igls, dann der erste Weltcup-Podestplatz von Madeleine und schließlich die Weltmeisterschaft am Königssee. Sowohl die beiden Titel als auch die Leistung von David Gleirscher waren sehr bewegend. Auf seine schmerzhaften Erfahrungen und die vielen Enttäuschungen, die er auf dieser Bahn in der Vergangenheit erlebt hat, mit drei WM-Medaillen zu antworten, war schon sehr speziell.“

Sie gelten als erfolgreicher Medaillenschmid, sind seit 15 Jahren Cheftrainer der ÖRV-Nationalmannschaft. Worauf ist die aktuelle Stärke der Mannschaft zurückzuführen?

„Wir haben in den letzten Jahren einige Nachwuchsrodler und Talente mit Erfolg in die allgemeine Klasse integrieren und in Richtung Weltspitze weiterentwickeln können, haben eine bunten Mischung aus jungen Wilden und alten Hasen und eine insgesamt tolle und hungrige Truppe. Hinzu kommt ein sehr kompetentes Trainerteam, wo jeder in seinem Bereich seine Freiheiten hat, individuell arbeiten kann und die gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist. Wir sind gut eingespielt, tauschen uns viel aus, verfolgen alle ein und dasselbe Ziel. Im Bereich Materialentwicklung, Trainingssteuerung und Umfeld-Betreuung sind wir sehr gut aufgestellt. Wir wollen, dass jeder Athlet sein Bestes bringen kann und vom Verband die möglichst optimale Unterstützung bekommt. Diesen Prozess versuche ich mit meinem Know-how, meiner Erfahrung und meiner Sozialkompetenz bestmöglich zu beeinflussen.“

Mit den 19-jährigen Junioren Juri Gatt/Riccardo Schöpf war heuer erstmals wieder ein dritter ÖRV-Doppelsitzer im Weltcup dabei, Selina Egle (18) und Barbara Allmaier (17) haben ihre Feuertaufe ebenfalls mit Bravour gemeistert, die Talentschmiede beim ÖRV dürfte funktionieren.

„Das stimmt. Im Bundesleistungszentrum wird unter der Regie unserer Nachwuchskoordinatorin Sandra Lembert, Nachwuchs-Cheftrainer Markus Kleinheiz und zahlreichen Helfern hervorragend gearbeitet. Der zweite Stützpunkt in Bludenz wird uns künftig dabei helfen, die Bereiche Scouting und Weiterentwicklung noch effizienter gestalten zu können.“

Bei allem Jubel und der aktuellen Zufriedenheit, in welchen Bereichen orten Sie noch Defizite?

„Ach, da fällt uns genügend ein. Die anderen Nationen schlafen ja nicht, wir dürfen generell nicht lockerlassen, schließlich geht es darum, sich einen Vorteil zu erarbeiten. Die größten Defizite orte ich aktuell beim Start, hier tun wir uns bei gewissen Startbock-Geometrien schwer, auch bei der Athletik müssen wir in Blickrichtung Olympische Spiele noch nachschärfen. Ein Thema ist sicherlich auch die fehlende Konstanz bei den Herren, die technische Aufbereitung muss ebenfalls besser werden.“

Apropos Zukunft, wie sieht die Vorbereitung für die Olympiasaison aus, ab wann werden die Ärmel wieder hochgekrempelt?

„Wir lassen den Februar noch mit ein paar Materialtests in Innsbruck-Igls und Königssee ausklingen, anschließend haben die Sportler etwas Urlaub. Sie bekommen aber ein individuelles Programm mit auf den Weg, denn ganz ohne Aktivitäten wird es nicht funktionieren. Ziel ist, dass alle ihre Wehwehchen ausheilen und beim Trainingsauftakt Mitte April fit und hungrig wieder einsteigen.“


07.02.2021 Rodel-Weltcup St. Moritz (CH): VERSCHNEITER ABGANG

Das Weltcupfinale der Olympiarodler in St. Moritz wurde heute mit der Entscheidung der Damen finalisiert. Nachdem warme Temperaturen und teilweise stürmische Winde der Natureisbahn im Schweizer Engadin bereits beim gestrigen Auftakt ordentlich zugesetzt hatten, erschwerte dichter Schneefall den heutigen Ablauf. Neben der Materialabstimmung und Linienwahl waren vor allem die Bahnarbeiter gefordert, von gleichbleibenden Fahrverhältnissen konnte trotz großer Bemühungen allerdings keine Rede sein.

Die Lettin Elina leva Vitola nutze die Gunst der Stunde für ihren ersten Weltcupsieg, hinter der Deutschen Julia Taubitz jubelte die Schweizer Lokalmatadorin Natalie Maag mit Rang drei über ihren ersten Podestplatz im Weltcup. Beste Österreicherin wurde Lisa Schulte auf Rang sieben, die 18-jährige Selina Egle zeigte bei ihrem dritten Weltcupeinsatz mit Platz elf auf. Hannah Prock belegte Rang 16, Madeleine Egle beendete den Saisonausklang auf Position 19. Mit zwei Podestplätzen und neun Top-6-Platzierung gelang der Team-Staffel-Weltmeisterin ihre mit Abstand stärkste Saison. Damit sicherte sich die 22-jährige Rinnerin den dritten Platz im klassischen Disziplinenweltcup. Das gelang zuletzt Angelika Neuner in der Saison 2000/01. Den Gesamtweltcup schloss Egle auf Rang vier ab, Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (GER), heute auf Rang 13, stemmte zum bereits achten Mal in ihrer Karriere die große Kristallkugel.

Bei der abschließenden Team-Staffel kamen zu den schwierigen äußeren Verhältnissen Probleme mit der Zeitnehmung hinzu. Das Startgate, das in der Regel erst nach dem Abschlag des vorangegangenen Schlittens im Ziel aufgeht, öffnete sich frühzeitig, damit musste das Staffelfinale nach zwei Teams abgebrochen werden. Aufgrund des dichten Schneefalls wurde auf einen Neustart verzichtet.

Beeindruckende Bilanz

Mit sechs Siegen und insgesamt 23 Podestplätzen markierten die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl einen neuen Rekord im Weltcup. Thomas Steu und Lorenz Koller gewannen im Doppelsitzer neben dem Gesamtweltcup auch die Wertungen im Sprint- und Disziplinenweltcup, Sprint-Weltmeister Nico Gleirscher, der am Samstag über seinen Premierensieg im Weltcup jubeln durfte, sicherte sich mit Rang drei im klassischen Disziplinenweltcup der Herren wie Egle einen Kristallpokal. Die heimischen Asse lassen die Saison in den kommenden Wochen mit Materialtests in Igls und Königssee ausklingen. Nach einer kurzen Verschnaufpause erfolgt nach Ostern mit Leistungstests und dem ersten Trainingslehrgang der Start in die Olympiasaison.

Stimmen:

Madeleine Egle:

„Die Enttäuschung hält sich nach dem heutigen Rennen in Grenzen. Natürlich kann man mit so einem Ergebnis nicht zufrieden sein, aber es ändert nichts an meiner Freude und Zufriedenheit die gesamte Saison betreffend. Ich war mir nach meiner schweren Schulterverletzung lange nicht sicher, ob ich beim Weltcupauftakt in Igls überhaupt starten kann, die Ärzte und Physiotherapeuten haben einen super Job gemacht. Meine Startleistungen waren voll am Punkt, auch beim Material ist sehr viel weiter gegangen. Nach den Testtagen im Februar freue ich mich auf ein wenig Abstand, dann gilt es den Schwung in die Vorbereitung auf die Olympiasaison mitzunehmen.“

Nico Gleirscher:

„Der Rennabbruch war absolut nachvollziehbar, dennoch ist es schade, wir hätten in der Staffel sehr gerne noch einmal voll angegriffen. Trotzdem behalte ich das Rennwochenende in sehr guter Erinnerung.“

Lorenz Koller:

„Schade, wir hätten auch in der Staffel gerne im Gesamtweltcup das Podium attackiert, müssen jetzt mit Gesamtrang vier Vorlieb nehmen. Aber das ist raunzen auf hohem Niveau, es war eine überragende Saison, jetzt hoffen wir trotz des Wetters gut nach Hause zu kommen.“

 


06.02.2021 Rodel-Weltcup St. Moritz (CH):IM KRISTALLRAUSCH

Der Tiroler Nico Gleirscher triumphierte in St. Moritz und feierte zum Saisonausklang seinen Premierensieg im Weltcup. Bei den Doppelsitzern krönten Thomas Steu und Lorenz Koller ihre Comeback-Saison mit einer weiteren Kristallkugel. Nach dem vorzeitigen Triumph im Gesamtweltcup und dem Sieg im Sprint-Weltcup, sicherten sich die 26-jährigen HLSZ-Sportler beim Saisonfinale in der Schweiz auch die kleine Kristallkugel in der klassischen Disziplin.

Nach der Corona bedingten Absage Pekings, wo im Rahmen des Saisonfinales die Weltcuppremiere der Olympiabahn von 2022 am Plan gestanden wäre, gastiert der Rennrodel-Weltcup nach einer neunjährigen Unterbrechung wieder im Schweizer Engadin.

Das Rennwochenende auf der Olympia Bob Run St. Moritz – Celerina, der ältesten und einzigen Natureisbahn der Welt, wurde von den Doppelsitzern eröffnet und brachte aus rot-weiß-roter Sicht den gewünschten Nebeneffekt. Thomas Steu und Lorenz Koller genügte ein siebenter Rang, um ihre herausragende Saison mit dem Hattrick im Weltcup zu krönen. Der Bludenzer und sein Tiroler Untermann entschieden nach vier Saisonsiegen und neun Podestplätzen beide Einzeldisziplinen und neun Jahre nach dem Erfolg von Andreas und Wolfgang Linger auch den Gesamtweltcup für sich. Der Sieg zum Saisonausklang ging an Martins Bots und Roberts Plume, die Letten rodelten damit ihren ersten Erfolg im Weltcup ein. Auf Patz zwei landeten deren Landsleute Andris und Juris Sics, dritte wurden die Italiener Ludwig Rieder und Patrick Rastner. Die ÖRV-Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf ließen ihre erste Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse mit einem guten 14. Platz ausklingen, unmittelbar hinter ihren Teamkollegen landeten Yannick Müller und Armin Frauscher auf Rang 15. Das Duo rodelte in ihrer erst zweiten Saison am Doppelsitzer mit zwei Ausnahmen immer in die Top-10 und ließ mit zwei Podestplätzen aufhorchen. Den Gesamtweltcup beendeten Müller/Frauscher auf dem beachtlichen sechsten Platz.

Beim Weltcupfinale der Herren folgte das nächste Ausrufzeichen der heimischen Asse. Bei zunehmend warmen Temperaturen und teilweise stürmischen Verhältnissen raste Nico Gleirscher mit überlegener Bestzeit zur Halbzeitführung. In Durchgang zwei trotzte der 23-jährige Stubaier der nachlassenden Bahn mit der viertschnellsten Zeit und feierte damit seinen Premierensieg im Weltcup. Damit beendete der frisch gebackene Sprint-Weltmeister den Disziplinen-Weltcup im Einsitzer auf Rang drei, im Gesamtweltcup landete der Tiroler als bester Österreicher auf Platz sieben. Auf den Plätzen zwei und drei folgten heute die Deutschen Max Langenhan und Felix Loch, der bereits vorzeitig als Gesamtsieger feststand. Wolfgang Kindl gelang mit Rang sieben ein positiver Saisonausklang, Reinhard Egger landete als drittbester Österreicher auf Rang zwölf. Jonas Müller, der heuer dreimal am Podium stand, musste heute nach zwei durchwachsenen Läufen mit Platz 19 Vorlieb nehmen, David Gleirscher, in der Vorwoche zweifacher WM-Bronzemedaillen-Gewinner am Königssee, kam nach einem Kippsturz in Durchgang zwei über Rang 32 nicht hinaus.

Das Saisonfinale im Schweizer Nobel-Wintersportort wird am Sonntag von den Damen und einem Team-Staffel-Bewerb abgerundet.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Wir wussten, dass es ein herausforderndes Rennen wird, man hat gesehen, dass sich auch die anderen Top-Schlitten mit der Umstellung von Königssee auf diese Bahn schwertun. Wir haben heute nicht alles riskiert, sind rodlerisch gut über die Runden gekommen und konnten so die nötigen Punkte einfahren. Mit der Vorgeschichte hätte diese Saison nicht besser verlaufen können, wir wissen, wem wir zu Dank verpflichtet sind, werden die Erfolge mit dem gesamten Team feiern.“

Lorenz Koller:

„Wir haben uns während der ganzen Woche sehr schwergetan, sind im Training immer nur hinterhergefahren. Im Rennen haben wir uns aber glücklicherweise steigern können und die besten Läufe der ganzen Woche ausgepackt. Dass es am Ende auch noch für die zweite kleine Kristallkugel gereicht hat und wir damit im Weltcup alles abgeräumt haben, muss ich erst verarbeiten. Es war eine großartige Saison, die wir morgen mit der Team-Staffel positiv ausklingen lassen wollen.“

Nico Gleirscher:

„Nach meiner WM-Goldmedaille im Sprint vergangene Woche das heute zu bestätigen ist einfach gewaltig. Das Wetter war nicht einfach, es war sehr warm, aber wir haben das richtige Setup gefunden. Danke an die Trainer und generell an alle, die die ganze Saison mithelfen, mitfiebern und mir Energie schenken. Die Weltcupwertung habe ich gar nicht so im Blick gehabt, der dritte Rang in der Disziplinenwertung ist mega, jetzt habe ich auch so eine kleine Kugel, das ist richtig lässig.“


31.01.2021 Rodel-Weltmeisterschaft Königssee (DE): WM-GOLD ZUM ABSCHLUSS

Österreichs Olympiarodler wurden ihrem erfolgreichen Ruf auch bei der Weltmeisterschaft in Königssee gerecht. Die ÖRV-Asse triumphierten am Abschlusstag der Titelkämpfe in der Team-Staffel, Lisa Schulte eroberte in der U-23-Wertung der Damen WM-Silber.

Im abschließenden Mannschaftsbewerb, seit 2014 im olympischen Programm, erarbeitete sich das heimische Quartett dank perfekten Fahrten von Madeleine Egle, David Gleirscher und den Doppelsitzern Thomas Steu/Lorenz Koller einen Vorsprung von 38 tausendstel Sekunden auf Deutschland. Damit triumphierte Österreich nach 22 Jahren wieder in einer WM-Team-Staffel, Lettland gewann Bronze.

Der dritte Renntag auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt hatte bei leichtem Schneeregen mit der Entscheidung der Damen begonnen. Während die Gastgeber ihrer Favoritenstellung bei den Herren nicht nach Wunsch ausspielen konnten und sich mit lediglich einer Silbermedaille begnügen mussten, gelang den deutschen Damen eine weitere Machtdemonstration. Wie im WM-Sprint gab es abermals angeführt von Julia Taubitz einen Vierfachsieg zu bejubeln. Die 24-jährige Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison verwies mit zwei Laufbestzeiten Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Nach Rang acht bei ihrem WM-Sprint Debüt am Freitag war Lisa Schulte auch heute beste Österreicherin. Die 20-jährige Stubaierin beendete das Rennen unmittelbar hinter Titelverteidigerin Ekatarina Katnikova (RUS) auf Rang elf. Damit sicherte sich Schulte hinter Anna Berreiter (GER) die Silbermedaille in der U-23-Wertung. Hannah Prock folgte als zweibeste ÖRV-Dame auf Rang 14, in der U-23-Wertung verpasste die 20-Jährige als Vierte Bronze nur hauchdünn. Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Rang sechs in aussichtsreicher Position, kassierte im zweiten Lauf Ausgangs der S4 eine harte Bande und rutschte auf Rang 15 zurück. Selina Egle verpasste den Finallauf um eine Position, die 18-jährge Schwester von Madeleine beendete ihr WM-Debüt auf Platz 21.

Der erfolgreichste ÖRV-Athlet in Königssee war damit David Gleirscher. der Stubaier Olympiasieger holte neben Staffel-Gold im Sprint und Disziplinenrennen der Herren die Bronzemedaille. Bruder Nico hatte sich am Freitag zum neuen Sprint-Weltmeister gekürt.

Die vorolympische Saison der Kunstbahnrodler wird am kommenden Wochenende (6./7.2) mit dem Saisonfinale in St. Moritz beendet. Für die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller, die bereits als Gesamtweltcupsieger feststehen und auch den Sprint-Weltcup für sich entscheiden konnten, geht nach es noch um die kleine Kristallkugel im Disziplinenweltcup. Bei den Damen fehlen Madeleine Egle im Gesamtweltcup lediglich zwölf Punkte auf einen Top-3-Platz. Der letzte ÖRV-Podestplatz im Gesamtweltcup gelang Angelika Neuner in der Saison 2000/01 mit Rang drei. Auch in der Team-Staffel hat Österreich im Gesamtweltcup noch alle Chancen. 

Stimmen:

David Gleirscher:
„Es war für mich ein Wahnsinns Wochenende, da gibt es nicht mehr viel hinzufügen. Die Staffel war nach dem Fehler der deutschen Doppelsitzer hinten raus noch extrem spannend, so einen Ausgang wünscht man sich, dass es am Ende Gold wird ist natürlich fantastisch.“

Madeleine Egle:
„Gerade weil es am Freitag und auch heute Vormittag für mich nicht nach Wunsch gelaufen ist wollte ich in der Staffel einen perfekten Lauf zeigen und Vollgas geben. Wenn es dann so aufgeht ist das natürlich ein Traum.“

 Thomas Steu:
„Wir haben uns hier schon eine Medaille ausgerechnet. Nachdem es in den Einzeldisziplinen nicht gereicht hat, sind wir über die Goldene in der Team-Staffel umso glücklicher.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer und Sportdirektor):
„Es war aufgrund der Wettersituation hinsichtlich der Schlittenabstimmung ein sehr schwieriges und richtig herausforderndes Wochenende. Wir haben uns gestern bei der Entscheidung der Doppelsitzer etwas vergriffen, aber sehr schnell reagiert und vor allem die richtigen Schlüsse gezogen. Peter Penz und Tobias Schiegl, die bei uns für das Material verantwortlich sind, haben einen wirklich guten Job gemacht. Unsere Doppelsitzer sind zwar klar unter Wert geschlagen worden, dafür haben wir im Einsitzer der Herren die beste Bilanz aller teilnehmenden Nationen. Bei den Damen hat sich Lisa auch heute sehr gut verkauft und mit der Silbermedaille in der U-23-Wertung belohnt. Madeleine hat der Fehler leider ein Top-Ergebnis gekostet, aber so ist eben der Rennsport. Sie hat die richtige Antwort in der Steffel gegeben, auch David und Steu/Koller haben ihre Aufgabe hervorragend gelöst. Die Goldene zum Abschluss war nochmal die Krönung, alles in allem war es ein sehr gelungenes Wochenende, von dem her sind wir absolut zufrieden und super happy.“


30.01.2021 Rodel-Weltmeisterschaft Königssee (DE): WIEDER BRONZE

Nach dem gestrigen Traumstart lieferten Österreichs Kunstbahn-Asse am zweiten Tag der FIL-Weltmeisterschaften in Königssee die nächste Erfolgsmeldung. Olympiasieger David Gleirscher eroberte im Einsitzer der Herren die Bronzemedaille. Die Titelkämpfe werden am Sonntag mit dem Rennen der Damen und einer Team-Staffel abgerundet.

David Gleirscher, der gestern mit Bronze seine zweite WM-Medaille im Sprint gewonnen hat, durfte auch heute über den dritten Rang jubeln – diesmal im Disziplinenrennen. Der Stubaier, zur Halbzeit auf Zwischenrang sechs in Schlagdistanz zu den Medaillen, warf in Durchgang zwei alles in die Waagschale, wurde mit der zweitschnellsten Laufzeit belohnt und jubelte über sein insgesamt drittes Edelmetall bei Weltmeisterschaften. Gold ging an Roman Repilov, dem Russen gelang damit die erfolgreiche Titelverteidigung, Silber holte Lokalmatador Felix Loch. Jonas Müller, der im technischen anspruchsvollen Eiskanal am Fuß des Watzmanns während der Trainingswoche nie wirklich auf Touren kam, gelang mit Rang sechs eine ansprechende Vorstellung. Hinter dem Bludenzer landete Wolfgang Kindl auf Rang sieben. Nico Gleirscher ließ seine Möglichkeiten nach vielversprechenden Teilzeiten mit Fahrfehlern in beiden Läufen liegen, der frisch gebackene Sprint-Weltmeister musste sich heute mit Rang 15 begnügen.

Bei den Doppelsiegern mussten der Vorarlberger Thomas Steu und der Tiroler Lorenz Koller, die sich am vergangenen Wochenende vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup gesichert haben, heute mit Rang sechs Vorlieb nehmen. Die WM-Vierten der gestrigen Sprint-Entscheidung fassten im ersten Lauf ohne ersichtlichen Fehler einen saftigen Rückstand von über fünf hundertstel Sekunden aus. Dank der viertschnellsten Zeit in Durchgang zwei verbesserten sich die WM-Dritten von 2019 noch um drei Positionen – auf Bronze fehlten am Ende des Tages knapp zwei Hundertstel. Auch für Yannick Müller und Armin Frauscher lief die heutige Entscheidung auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt nicht nach Wunsch. Das Duo, das beim Königssee-Weltcup Anfang Jänner als Vierte knapp am Podest vorbei geschrammt war, musste sich diesmal mit Rang elf begnügen. Die 19-jährigen WM-Debütanten Juri Gatt und Riccardo Schöpf rodelten um einen Platz an der Qualifikation für den zweiten Durchgang vorbei und beendeten das Rennen auf Rang 19. Die Thüringer Titelverteidiger Toni Eggert und Sascha Benecken sicherten sich ihr viertes WM-Gold im Disziplinenrennen in Serie, Tobias Wendl und Tobias Arlt bescherten den Gastgebern mit Rang zwei einen Doppelsieg. Bronze ging an die Zweitplatzierten des gestrigen Sprints, Andris und Juris Sics aus Lettland.

Stimmen:

David Gleirscher:
„Ich habe es gestern schon gesagt, speziell da in Königssee, wo ich bis jetzt eher die negativen Erfahrungen gehabt habe, ist eine Medaille der Wahnsinn, jetzt sind es zwei, das ist einfach fantastisch. Die Abstimmung war heute noch einmal ein Stück weit schwerer als gestern, wir haben vor dem Rennen noch etwas geändert, Peter (Penz) und Tobias (Schiegl) haben einen gewaltigen Job gemacht. Es war schwer heute, wir haben was probiert und das ist voll aufgegangen. Morgen greifen wir in der Team-Staffel noch einmal voll an, ich bin absolut positiv gestimmt, glaube, dass wieder einiges möglich ist.“

 Lorenz Koller:
„Uns hat heute schlichtweg der Speed in der Bahn gefehlt. Wir haben uns gegenüber dem Weltcup Anfang Jänner am Start klar verbessert, das war auch das Ziel, auch die Läufe waren solide. Wir haben beim Material nach dem ersten Lauf ein wenig was verändert, das hat etwas geholfen, aber auch nicht das gebracht, was es gebraucht hätte.“


29.01.2021 Rodel-Weltmeisterschaft Königssee (DE): GLEIRSCHERS SPRINTEN ZU GOLD & BRONZE

Österreichs Kunstbahn-Asse gelang bei der Weltmeisterschaft in Königssee dank der Brüder Nico und David Gleirscher ein absoluter Traumstart.

Was für ein Auftakt! Nico und David Gleirscher rodelten am Eröffnungstag der 50. FIL-Weltmeisterschaften am Königssee zu Gold und Bronze im Sprint. Einen rot-weiß-roten Doppelsieg verhinderte der Russe Semen Pavlichenko, der sich mit einer tausendstel Sekunde Vorsprung auf den älteren der beiden Stubaier Brüder die Silbermedaille sicherte.

Nico Gleirscher, der in den vergangenen beiden Jahren an der internen Qualifikation gescheitert war und im Weltcup einen zweiten Rang als bestes Ergebnis zu Buche stehen hat, knackte damit gleich bei seinem ersten WM-Einsatz den Jackpot. Olympiasieger David Gleirscher holte nach Silber im Vorjahr seine zweite WM-Medaille im Sprint. Lokalmatador Felix Loch, aufgrund seiner Saisondominanz der haushohe Favorit dieser Titelkämpfe, musste sich zum Auftakt mit Platz vier begnügen. Wolfgang Kindl, Sprint-Weltmeister von 2017, fabrizierte nach klarer Zwischenbestzeit einen Kippsturz und landete auf Rang 15. Jonas Müller unterlief bereits in der Qualifikation Ausgangs der S-Kombination ein schwerer Fehler, der Sprint-Weltmeister von 2019 war damit beim Finale zum Zuschauen verurteilt.

Bei den Doppelsitzern folgte der erfolgreiche Konter der Gastgeber, die sich dank Tobias Wendl und Tobias Arlt die Goldmedaille sicherten. Das lettische Brüderpaar Andris und Juris Sics eroberte Silber, Bronze ging an Toni Eggert und Sascha Benecken. Hinter den Deutschen landeten Thomas Steu und Lorenz Koller auf Rang vier, die Gesamtweltcupsieger dieser Saison verpassten die Medaillen um 64 tausendstel Sekunden. Yannick Müller und Armin Frauscher mussten sich nach einem Kippsturz mit Rang 15 begnügen, Juri Gatt und Riccardo Schöpf waren bei ihrer WM-Premiere am Finale vorbeigerodelt.

Bei den Damen unterstrichen die deutschen Rodlerinnen ihre aktuelle Dominanz im Eiskanal mit einem Vierfachsieg. Den Titel schnappte sich die Sprint-Weltcupsiegerin der aktuellen Saison, Julia Taubitz, mit einem neuen Bahnrekord. Lisa Schulte beendete ihre WM-Premiere im Sprint als beste Österreicherin auf dem guten achten Platz, Madeleine Egle belegte heute Rang neun, Hannah Prock schloss das Sprintfinale auf Rang zwölf ab. Die 18-jährige WM-Debütantin Selina Egle musste bereits nach der Qualifikation die Segel streichen.

Die Titelkämpfe am Fuße des Watzmanns werden am Samstag mit den Disziplinenrennen der Doppelsitzer und Herren fortgesetzt. Abgeschlossen werden die 50. FIL-Weltmeisterschaften am Sonntag mit der Entscheidung der Damen und einer Team-Staffel. Beim Weltcup Anfang Jänner hat Österreich den Mannschaftsbewerb am Königssee für sich entscheiden können.

Stimmen:

Nico Gleirscher:
„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl! Der Lauf war bei weitem nicht fehlerfrei, ich habe lange Zeit nicht gewusst, wie ich die Leistung einschätzen kann. Es ist einfach mega cool und auf jeden Fall die Belohnung für die jahrelange harte Arbeit. David und ich haben erst gestern darüber geredet, dass wir noch nie gemeinsam auf dem Podest gestanden sind, dass das jetzt bei der Weltmeisterschaft passiert ist, ist einfach nur gewaltig.“

David Gleirscher:
„Ich habe in Königssee schon einige schlechte Erfahrungen gesammelt, eine WM-Medaille auf dieser Bahn zu holen ist definitiv eine große Genugtuung. Eine Tausendstel hat den Doppelsieg verhindert, aber ich bin mega happy. Gemeinsam mit dem Bruder auf dem Podest zu stehen macht das Ganze noch genialer.“

 


24.01.2021 Weltcup Igls Tag 2: JUBEL, TRUBEL, HEITERKEIT

Thomas Steu und Lorenz Koller jubeln über den größten Erfolg ihrer Karriere. Das ÖRV-Duo sicherte sich beim Heimweltcup in Innsbruck-Igls vorzeitig den Gewinn des Gesamtweltcups und beendeten damit die Siegesserie der deutschen Doppelsitzer.

Es ist vollbracht! Neun Jahre nach dem Erfolg von Andreas und Wolfgang Linger geht der Gesamtweltcup wieder an einen rot-weiß-roten Doppelsitzer. Thomas Steu und Lorenz Koller sicherten sich auf der Heimbahn in Innsbruck-Igls mit dem zweiten Platz im heutigen Sprint-Weltcup die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin und damit auch vorzeitig den Gewinn des Gesamt-Weltcups. Beim Weltcupfinale in St. Moritz (6./7.2) könnten die Österreicher ihre Comeback-Saison nach dem Schien- und Wadenbeinbruch von Thomas Steu mit einer weiteren kleinen Kristallkugel zusätzlich krönen. Aktuell führen die 26-jährigen HLSZ-Sportsoldaten die Disziplinenwertung mit 52 Punkten Vorsprung an. Yannick Müller und Armin Frauscher belegten im heutigen Sprintfinale wie im Sprint-Weltcup 2020/21 Rang acht. Im Gesamtweltcup rangieren die Österreicher, die ihre erst zweite Saison im Doppelsitzer bestreiten, weiterhin auf Position sechs.

Im Sprintfinale der Einsitzer feierte Semen Pavlichenko (RUS) seinen 13. Weltcupsieg. Die kleine Kristallkugel „teilen“ sich der Südtiroler Kevin Fischnaller, heute auf Rang zwei und der Deutsche Felix Loch, der das Sprintfinale auf der Olympiabahn von 1976 auf Platz drei beendete. David Gleirscher belegte wie gestern als bester Österreicher Platz vier, damit beendete der Stubaier den Sprintweltcup 2020/21 auf Rang fünf. Wolfgang Kindl, heute auf Platz sieben, schließt die Sprint-Wertung auf Rang acht ab, Nico Gleirscher im heutigen Lauf zehnter, folgt hinter Kindl auf Rang neun.

Bei den Damen ist die Deutsche Natalie Geisenberger nach ihrer Babypause am besten Weg zu ihrem achten Sieg im Gesamtweltcup. Die Olympiasiegerin von 2014 und 2018 feierte am Vormittag ihren 51. Weltcupsieg und machte ihr Igls-Wochenende mit dem zweiten Rang im abschließenden Sprintfinale nahezu perfekt. Der Vorsprung auf Landsfrau Julia Taubitz, die den Sprintweltcup2020/21 mit dem heutigen Sieg für sich entscheiden konnte, beträgt 74 Zähler. Madeleine Egle durfte nach Platz sechs im Disziplinenrennen und Rang fünf im Sprint zufrieden bilanzieren. Die Tirolerin beendete den Sprintweltcup 2020/21 auf dem starken vierten Rang. Hannah Prock war mit Rang 17 im Disziplinenrennen ebenso an der Qualifikation für das Sprintfinale vorbeigerodelt wie Lisa Schulte, die sich am Vormittag mit Platz 19 zufriedengeben musste.

Der Rodel-Tross übersiedelt nun nach Königssee, wo ab Freitag (29.1) um die WM-Medaillen gerodelt wird. Eine Woche nach der Titeljagd im Berchtesgadener Land folgt mit dem Weltcupfinale in St. Moritz. (6./7.2) der Schlussakt in der vorolympischen Saison der Kunstbahnrodler.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Gewaltig, die Freude ist riesengroß! Ich kann das gar nicht in Worte fassen, muss das erst wirken lassen. Ich habe persönlich keinen Druck verspürt und gut geschlafen. Genial, dass wir noch vor der Weltmeisterschaft den Haken drunter gemacht haben, herzlichen Dank an das gesamte Team. Wir sind bereit für die Weltmeisterschaft, werden auch am Königssee voll angreifen.“

Lorenz Koller:

 „Ich war heute fast entspannter als gestern, bin aber noch etwas sprachlos. Nach der letzten Saison, die wir nach dem Sturz vorzeitig abbrechen mussten, so zurückzukehren ist fantastisch. Alle im Verband sind mit dem ganzen Herzen dabei, das spricht für unser Team und macht uns so stark. Jetzt gilt der Fokus der Weltmeisterschaft, wir müssen in Königssee vor allem am Start noch zulegen, um die Deutschen erfolgreich ärgern zu können.“

David Gleirscher:

„In Anbetracht der großen Konkurrenz muss einfach alles perfekt passen, um ganz vorne reinzufahren. Natürlich ist es schade, wenn man zweimal so knapp am Podium vorbeifährt, aber ich bin mit meinen Leistungen an diesem Wochenende prinzipiell zufrieden und blicke zuversichtlich in Richtung Königssee.“

Madeleine Egle:

„Igls ist eine Bahn, die technisch nicht so anspruchsvoll ist, da tu ich mir naturgemäß etwas schwerer. Der Speed war an diesem Wochenende nicht ganz am Punkt, aber speziell mit der Leistung im Sprint bin ich sehr zufrieden.“


23.01.2021 Weltcup Igls Tag 1: Matchball für ÖRV-Doppelsitzer

Thomas Steu und Lorenz Koller rodelten beim Heimrennen in Igls auf Rang drei und greifen im morgigen Sprint nach der Krone im Gesamtweltcup. David Gleirscher raste im Einsitzer der Herren haarscharf am Podest vorbei.

Die vorletzte Station im Kunstbahn-Rodelweltcup 2020/21 wurde von den Doppelsitzern eröffnet und bescherte den Südtirolern Ludwig Rieder und Patrick Rastner ihren Premierensieg im Weltcup. Auf Rang zwei rodelten die amtierenden Europameister Andris und Juris Sics, drei Tausendstel hinter dem lettischen Brüderpaar belegten Thomas Steu und Lorenz Koller Platz drei. Die schärfsten Widersacher im Gesamtweltcup, die Titelverteidiger Toni Eggert und Sascha Benecken (GER), mussten heute mit Rang fünf Vorlieb nehmen. Damit baute das ÖRV-Duo ihren Vorsprung im Rennen um die große Kristallkugel auf 111 Zähler aus. Ist der Punktepolster nach dem morgigen Sprint zumindest 101 Zähler groß, stehen die 26-jährigen HLSZ-Sportsoldaten vorzeitig als Gesamtweltcupsieger fest. Yannick Müller und Armin Frauscher, die nach einem Sturz im Abschlusstraining heute auf ihr Ersatzmaterial zurückgreifen mussten, belegten unmittelbar vor den deutschen Olympiasiegern von 2014 und 2018, Tobias Wendl/Tobias Arlt, Rang acht. Damit verteidigten Müller/Frauscher, in dieser Saison bereits neunmal in die Top-10, ihren sechsten Zwischenrang im Gesamtweltcup.

Im Einsitzer der Herren sicherte sich der Deutsche Felix Loch mit Bahnrekord seinen neunten Saisonsieg und damit vorzeitig die große Kristallkugel. Für den Triple-Olympiasieger ist es der siebente Triumph im Gesamtweltcup. Sechs Tausendstel hinter dem Berchtesgadener landete der Russe Semen Pavlichenko auf Rang zwei, Lochs Landmann Johannes Ludwig belegte Platz drei. Bester Österreicher wurde David Gleirscher der auf der Heimbahn wie zum Saisonauftakt Vierter wurde. Dem Olympiasieger fehlten drei hundertstel Sekunden für seinen dritten Podestplatz im Verlauf dieses Rennwinters. Nico Gleirscher verbesserte sich mit der fünftschnellsten Laufzeit in Durchgang zwei um drei Positionen und beendete das Rennen unmittelbar hinter seinem älteren Bruder auf dem starken fünften Rang. Wolfgang Kindl, der aufgrund von Rückenproblemen heute fit gespritzt werden musste, kam auf Rang zehn, Reinhard Egger beendete den Heim-Weltcup auf Platz 14. Jonas Müller, zur Halbzeit als Fünfter mit lediglich sechs Tausendstel Rückstand auf Rang drei in absoluter Schlagdistanz, kam in Durchgang zwei zu Sturz. Der Bludenzer konnte das Rennen nicht beenden, blieb aber unverletzt.

Der Rodelweltcup in Igls wird am Sonntag mit der Damen-Konkurrenz fortgesetzt, im Anschluss fällt die Entscheidung im Sprint-Weltcup, der in dieser Saison mit drei Bewerben ausgeschrieben ist. Das Format ist den Top-15 der vorangegangenen Disziplinenrennen vorbehalten und wird mit einem fliegenden Start in lediglich einem Lauf entschieden.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Im ersten Durchgang waren drei, vier kleine Fehler drinnen, aber die Ausgangsposition hat gepasst. Wir haben im zweiten Durchgang voll attackieren, aber leider in der Startkurve den ersten Lenkeinsatz verpasst und aus der Neun raus einen leichten Steifschuss kassiert. Wir wollten ein bisschen mehr, aber mit diesen Fehlern geht der dritte Rang absolut in Ordnung. Wir versuchen den Gesamtweltcup weiterhin auszublenden, werden uns auch morgen voll auf unsere Aufgaben konzentrieren und angreifen.“

Armin Frauscher:

„Die Läufe waren von der Linie her im grünen Bereich, leider haben wir heute am Start nicht das Optimum herausholen können. Nach dem gestrigen Trainingssturz mussten wir auf den Ersatzschlitten wechseln, dafür hat die Leistung schon gepasst. Wir bleiben top motiviert, greifen morgen wieder voll an.“

David Gleirscher:

„Es scheint, als hätte ich den vierten Rang in Igls gepachtet, aber ich bin grundsätzlich zufrieden. Für ganz vorne ist meine Startleistung aktuell nicht gut genug. Der Speed in der Bahn ist dafür gewaltig, das stimmt mich für morgen sehr positiv.“

Nico Gleirscher:

„Der Start im ersten Durchgang war nicht am Punkt, ein paar kleine Fahrfehler waren auch dabei, aber ich bin heute um einiges konstanter unterwegs gewesen als in den letzten Rennen und mit dem fünften Rang absolut zufrieden.“

 


16.01.2021 Weltcup Oberhof Tag 1: Erfolgreicher Konter mit Platz 1, 2 und 3

Österreichs Top-Rodler fanden eine Woche nach der verpatzten EM die richtige Antwort. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten zum vierten Saisonsieg, Jonas Müller und David Gleirscher holten im Einsitzer die Plätze zwei und drei.

Das Rennwochenende in Thüringen, wo zum zweiten Mal in dieser Saison um Weltcuppunkte gerodelt wird, wurde von den Herren und Doppelsitzern eröffnet und bescherte Thomas Steu und Lorenz Koller den vierten Saisonsieg. Das ÖRV-Duo sicherte sich nach Halbzeit-Rang vier mit einem neuen Bahnrekord und Top-Speed ihren insgesamt achten Erfolg im Weltcup. Auf Platz zwei landeten die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt (GER), das lettische Brüder-Paar Andris und Juris Sics belegte Rang drei. Die amtierenden Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken (GER) mussten sich auf ihrer Heimbahn mit Rang vier begnügen, damit bauten die Österreicher ihre Führung im Gesamtweltcup auf 96 Zähler aus. Yannick Müller und Armin Frauscher wussten mit Rang sechs zu überzeugen, damit rodelte das Duo in ihrer erst zweiten Saison im Doppelsitzer zum bereits achten Mal in die Top-10.

Bei den Einsitzern unterstrich Felix Loch mit zwei Bestzeiten und einem neuen Bahnrekord seine anhaltende Überform. Hinter dem Deutschen, der in riesen Schritten in Richtung siebenten Gesamtweltcupsieg eilt, platzierten sich die ÖRV-Asse Jonas Müller und David Gleirscher auf den Plätzen zwei und drei. Müller belohnte sich nach zwei dritten Plätzen mit seinem beste Saisonergebnis, Olympiasieger David Gleirscher, zuletzt zwei Mal in Folge nicht in der Wertung, sicherte sich mit seinem zweiten Podestplatz im Laufe dieses Weltcupwinters das Ticket für die Weltmeisterschaft am Königssee (29.-31.1). Auch Wolfgang Kindl, der seine rodlerischen Qualitäten in der kurzen Bahn von Oberhof nur bedingt ausspielen kann, gelang mit Rang neun ein ansprechendes Rennen. Der Doppelweltmeister von Innsbruck-Igls löste damit das vierte und letzte WM-Ticket – Jonas Müller und Nico Gleirscher hatten ihren WM-Startplatz bereits sicher. Reinhard Egger beendete den Oberhof-Weltcup auf Rang zwölf, Nico Gleirscher der seine starke Trainingsleistung diesmal nicht im Rennen umsetzen konnte, musste heute mit Rang 17 Vorlieb nehmen.

Der Rennwochenende im Thüringer Wald, siebente Station im Weltcup 2020/21, wird am Sonntag mit der Konkurrenz der Damen abgeschlossen. Österreichs Farben werden von Madeleine Egle, Lisa Schulte und Hannah Prock vertreten.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Ich bin fast sprachlos, kann dem gesamten Team für die grandiose Arbeit und Unterstützung nur herzlich danken. Der erste Lauf war alles andere als gut, auch der zweite trotz Bahnrekord nicht ganz am Punkt, aber wir haben den Schlitten brutal laufen lassen. Wir sind buchstäblich auf der letzten Rille gefahren, es hätte auch anders ausgehen können. Entsprechend groß ist die Freude, auch weil es jetzt daheim weitergeht.“

 Jonas Müller:

„Die ganze Woche hat richtig viel Spaß gemacht. Ich fühle mich sehr wohl in Oberhof, komme immer wieder gerne hier her. Mir taugt die Bahn, das habe ich heute wieder unter Beweis stellen können. Unsere Trainer haben bei der Abstimmung wieder alles richtig gemacht, Peter (Penz) und Tobi (Schiegl) kennen sich richtig gut aus und wissen dank ihrer Erfahrung genau, was es braucht.“

David Gleirscher:

„Nach dem die letzten zwei Rennen für mich sehr enttäuschend verlaufen sind, war es ein sehr wichtiges Wochenende, auch in Hinblick der WM-Nominierung. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und happy, dass ich wieder anschreiben konnte. Jetzt ist die Vorfreude auf unseren Heim-Weltcup am kommenden Wochenende umso größer.“

Armin Frauscher:

„Wir sind absolut zufrieden, die Woche war nicht einfach, wir haben uns in der Bahn aber im Vergleich zum Training deutlich steigern können. Es fehlt uns noch an Erfahrung, um von der Abstimmung her so am Limit zu rodeln wie Thomas und Lorenz, aber das kommt noch. Der Weg passt, jetzt freuen wir uns auf den Heimweltcup in Igls.“


17.01.2021 Weltcup Oberhof Tag 2: Egle prolongiert ÖRV-Erfolgsserie

Madeleine Egle sicherte sich in Oberhof mit Rang zwei ihr bestes Ergebnis im Weltcup und polierte damit die tolle Wochenendbilanz der heimischen Rodler weiter auf.

Die Rinnerin, die ihre anhaltende Stärke beim Beschleunigen mit einem neuen Startrekord eindrucksvoll unter Beweis stellte, schuf sich als Halbzeitzweite eine hervorragende Ausgangsposition. Die 22-Jährige ließ sich von den knappen Abstände – die Top-4 lagen nach dem ersten Durchgang innerhalb von einer zehntel Sekunde – nicht aus der Ruhe bringen. Mit der viertschnellsten Zeit in Lauf zwei wehrte die Tirolerin die Attacken der Deutschen Anna Berreiter und der frisch gebackene Europameisterin Tatyana Ivanova (RUS) mit Erfolg ab und musste sich lediglich Natalie Geisenberger (GER) beugen. Die Olympiasiegerin, die in ihrer Comeback-Saison nach der Babypause bisher in sämtlichen Rennen Rang zwei belegte, baute mit ihrem ersten Saisonsieg, dem insgesamt 50. Im Weltcup, ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Madeleine Egle verbesserte sich bei zwei noch ausstehenden Weltcups im Gesamtranking auf Platz drei. Lisa Schulte ließ ihre Möglichkeiten heute mit einem verpatzten Start in Durchgang eins liegen, am Ende reichte es für die Tirolerin zu Platz 16. Hannah Prock, zur Halbzeit auf Zwischenrang zehn, kassierte im zweiten Lauf im unteren Streckenbereich nach einem Drift einige harte Banden und fiel auf Position 24 zurück.

Unterm Strich verlief das Rennwochenende in Oberhof, wo zum zweiten Mal in dieser Saison um Weltcuppunkte gerodelt wurde, somit ganz nach dem Geschmack der heimischen Kunstbahn-Asse. Bereits am Samstag haben die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller mit ihrem vierten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup auf 96 Zähler ausgebaut. Jonas Müller und David Gleirscher waren im Einsitzer auf die Ränge zwei und drei gerodelt, damit haben die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl in dieser Saison bereits 20 Podestplätze auf der Haben-Seite.

Der Eberspächer Rennrodel-Weltcup findet am kommenden Wochenende in Innsbruck-Igls seine Fortsetzung, neben den Disziplinenrennen steht auch ein Sprint-Weltcup auf dem Programm. Am letzten Jänner-Wochenende wird in Königssee um die WM-Medaillen gerodelt, das Weltcupfinale ist am 6/7. Februar in St. Moritz geplant.

Stimmen:

Madeleine Egle:

„Das hätte ich mir wirklich nicht gedacht, super dass es so aufgegangen ist, ich freue mich mega über den zweiten Platz. Der erste Lauf war wirklich sehr gut, der zweite etwas unrund, ich habe gewusst, dass ich Vollgas drauf bleiben muss, gottseidank hat es gereicht.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Nach dem kleinen Dämpfer von Sigulda, haben wir uns an diesem Wochenende mit einer sehr konzentrierten und sportlichen tollen Leistung rehabilitiert und bewiesen, dass wir zur absoluten Weltspitze gehören. In Oberhof, der Höhle des Löwen, in allen Disziplinen am Podium zu stehen ist fast schon historisch, herzliche Gratulation an die gesamte Mannschaft! Speziell vor Madeleine muss man den Hut ziehen, ihr Gesamtpaket ist derzeit absolut am Punkt, neben der beeindruckenden Startleistung passt auch die Performance in der Bahn. Wir übersiedeln jetzt nach Österreich, die Vorfreude auf den Heim-Weltcup am kommenden Wochenende ist deutlich spürbar, wir wollen in Igls an die Leistungen von Oberhof anschließen.“


09.01.2021 Weltcup Sigulda Tag 1: Steu/Koller behalten ihre gelben Trikots

Österreichs Olympia-Rodler, im bisherigen Saisonverlauf mit drei Weltcupsiegen und insgesamt 16 Podestplätzen eine Klasse für sich, rasten am ersten Tag der Europameisterschaft in Sigulda an den Medaillen vorbei. Dennoch fällt die Bilanz speziell bei den Doppelsitzern durchaus positiv aus.

Enorme Fliehkräfte, ein extrem hoher Anpressdruck, Top-Geschwindigkeiten über 120km/h – der Eiskanal in Sigulda ist für seine technischen Herausforderungen berühmt berüchtigt und sorgte in der ersten EM-Halbzeit für zahlreiche Stütze und einige Schrecksekunden. Keinerlei Probleme hatten die Hausherren Andis und Juris Sics, die der Doppelsitzer-Konkurrenz ihren Stempel aufdrückten. Die Letten eroberten mit ihrem dritten Weltcupsieg ihr erstes EM-Gold, Silber ging an die deutschen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt, Bronze holte mit Martins Bots und Roberts Plume ein weiteres Duo aus Lettland. Thomas Steu und Lorenz Koller, die im Vorjahr auf der EM-Bahn schwer zu Sturz gekommen waren, zeigten keinerlei Berührungsängste und verteidigten mit einem tollen fünften Rang ihre Führung im Gesamtweltcup. Yannick Müller und Armin Frauscher, die im Training grobe Probleme mit der Linie hatten, gelang mit Rang neun ein ebenfalls starkes Rennen, die ÖRV-Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf beendeten ihre EM-Premiere auf Position 20.

Im Einsitzer der Herren, die die 52. FIL-Europameisterschaft eröffnet haben, gelang den deutschen Schlitten einen Doppelsieg. Felix Loch sicherte sich mit seinem siebenten Saisonsieg den dritten EM-Titel seiner Karriere, Johannes Ludwig eroberte Silber. Auf Rang drei landete Titelverteidiger Dominik Fischnaller (ITA). Nico Gleirscher, zuletzt in Königssee starker Vierter, ließ seine Möglichkeiten mit einem durchwachsenen ersten Lauf liegen. Nach Halbzeitrang 15 zündete der Stubaier im zweiten Durchgang den Turbo, katapultierte sich mit der fünftschnellsten Zeit noch auf Platz acht. Umgekehrt verlief das Rennen für Wolfgang Kindl. Nach Zwischenrang sechs in absoluter Schlagdistanz zu den Medaillen, rutschte der Natterer im Finale nach einem Fahrfehler im Mittelteil auf Rang neun zurück. Für die weiteren ÖRV-Einsitzer war es ein Tag zum Vergessen. Jonas Müller, nach dem ersten Durchgang auf Rang neun, sah nach einem Kippsturz im Finale keine Zielflagge, David Gleirscher und Reinhard Egger wurden aufgrund einer zu hohen Schienentemperatur bereits nach dem ersten Durchgang disqualifiziert.

Die Titelkämpfe, bei der es im Race-im-Race-Modus auch um weitere Weltcuppunkte geht, finden am Sonntag mit der Entscheidung der Damen ihre Fortsetzung und werden mit einer weiteren Team-Staffel abgeschlossen.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Nach der Vorgeschichte war es definitiv ein sehr spezielles Rennen für uns. Wir haben in keiner Sekunde an das Ergebnis gedacht, haben uns zwei solide, unfallfreie Läufe als Ziel gesetzt. Der fünfte Platz ist mehr wert als so mancher Podestplatz. Die Führung im Gesamtweltcup bleibt eine feine Momentaufnahme, entscheidend ist, wer nach St. Moritz die Nase vorne hat.“

Armin Frauscher:

„Wir haben uns gegenüber dem Training super steigern können, sind hier trotz unserer fehlenden Routine, die auf dieser Bahn besonders erschwerend hinzukommt, wieder in die Top-10 gekommen. Damit sind wir mehr als zufrieden und blicken weiterhin sehr positiv und top motiviert in die Zukunft.“

 Nico Gleirscher:

„Im ersten Lauf waren schlicht und einfach zu viele Rutscher drinnen, da ist die Zeit gleich mal weg. Ich habe am Set-up in der Pause nichts geändert, weiß dass mein Material sehr gut läuft und habe das im Finale auch unter Beweis gestellt. Ein achter Rang ist nichts, wofür man sich schämen muss, in Anbetracht meiner Form und Möglichkeiten kann ich mit dem Ergebnis aber nicht wirklich zufrieden sein.“

Wolfgang Kindl:

„Die Spitze liegt so eng beisammen, da hilft nur Vollgas und eine bedingungslose Attacke, um ganz vorne mitzumischen. Ich habe im Training sehr gut gearbeitet, es geht sukzessive in die richtige Richtung, schade dass ich mich heute nicht belohnt habe.“


09.01.2021 Weltcup Sigulda Tag 2:ÖRV-Asse mit Linienproblemen

Österreichs Top-Rodler konnten in Sigulda nicht ganz an ihre bisherigen Saisonleistungen anknüpfen und blieben bei der Europameisterschaft in der allgemeinen Klasse ohne Medaille. Madeleine Egle durfte sich nach ihrem Missgeschick im Staffel-Bewerb mit dem Vize-Europameistertitel in der U-23-Wertung trösten.

Nach drei Weltcupsiegen und 16 Podestplätzen rodelten die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl erstmals im Verlauf dieser Saison am Podium vorbei. Das Finale der Titelkämpfe wurden von den Russen dominiert, die heimischen Assen mussten sich an diesem Renn-Wochenende mit fünf Top-10-Plätzen begnügen. Positiver Nebeneffekt bleibt die Führung der Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller im Gesamtweltcup.

Die Entscheidung der Damen wurde zur Machtdemonstration der Tatyana Ivanova. Die Russin eroberte im lettischen Eiskanal nach 2010 und 2018 ihr drittes EM-Gold und sicherte sich mit der erfolgreichen Titelverteidigung den fünften EM-Titel ihrer Karriere. Silber ging an die Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (GER), die damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen konnte, Bronze eroberte Ivanovas Landsfrau Viktoriia Demchenko. Madeleine Egle, die in beiden Läufen mit leichten Linienproblemen zu kämpfen hatte, beendete die Europameisterschaft auf Rang neun. In der U-23-Wertung belegte die Rinnerin, die mit einem neuen Startrekord aufhorchen ließ, hinter der Lettin Vitola Rang zwei. Lisa Schulte, die ihre guten Trainingsleistungen im heutigen Rennen nicht nach Wunsch abrufen konnte, schloss die Titelkämpfe auf Platz 17 ab.

In der abschließende Team-Staffel lieferten sich Russland, Lettland und Deutschland einen spannenden Dreikampf. Am Ende sicherte sich das russische Quartett mit einem neuen Bahnrekord die dritte EM-Goldmedaille im Mannschaftsbewerb nach 2014 und 2018. Lettland belegte vor Deutschland Rang zwei, Österreich sah nach dem fulminanten Sieg letzte Woche in Königssee diesmal keine Zielflagge. Startläuferin Madeleine Egle verpasste im Ziel das Touch-Pad, damit war für Nico Gleirscher und Steu/Koller das Rennen zu Ende, ehe es begann.

Am Montag fliegt der Rodel-Tross mit zwei Charter-Maschinen zurück nach Salzburg, von wo die Weiterreise nach Thüringen erfolgt. Der Eberspächer Rennrodel-Weltcup 2020/21 wird am kommenden Wochenende in Oberhof fortgesetzt.

Stimmen:

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir haben gewusst, dass es in Sigulda nicht einfach wird, die Titelkämpfe ohne Medaille abzuschließen ist trotzdem eine Enttäuschung. Speziell bei den Herren hätten wir uns mehr erhofft. Positiv war der Auftritt der Doppelsitzer, nach der Vorgeschichte haben Thomas und Lorenz so ziemlich das Maximum rausgeholt, auch mit der Leistung von Yannick und Armin bin ich zufrieden. Madeleine hat den Startrekord und ihren Top-Speed diesmal nur bedingt nützen können, das Missgeschick in der Team-Staffel kann passieren. Unterm Strich war es nicht das, was wir uns vorgenommen haben und sicherlich ein kleiner Weckruf. Wir haben in Oberhof die Chance es besser zu machen und werden alles daran setzen, am kommenden Wochenende wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.“


02.01.2021 Weltcup Königsee Tag 2: ÖRV-Asse rocken Königssee

Die heimische Team-Staffel rodelte bei der WM-Generalprobe zum Sieg, Madeleine Egle jubelte am Königssee über Rang drei und ihre Podest-Premiere im Weltcup.

Der Bann ist gebrochen! Madeleine Egle raste bei der WM-Generalprobe am Königssee auf Platz drei und schaffte es bei ihrem 41. Einsatz im Weltcup erstmals auf das Podest. Die 22-jährige Rinnerin, zuletzt dreimal in Folge Vierte, schuf sich mit Zwischenrang drei und einem Rückstand von lediglich 12 hundertstel Sekunden auf die Halbzeitführende Julia Taubitz (GER) eine vielversprechende Ausgangsposition. Im Finale zeigte die Tirolerin keine Nerven, hielt mit der abermals drittschnellsten Zeit den Attacken von Vorjahressiegerin Anna Berreiter und der Olympiazweiten von 2018, Dajana Eitberger, stand und verhinderte damit einen deutschen Vierfacherfolg. Den Sieg sicherte sich Julia Taubitz, Natalie Geisenberger verteidigte mit ihrem siebenten zweiten Rang in Folge die Führung im Gesamtweltcup. Der Vorsprung auf Taubitz ist allerdings auf minimale vier Zähler geschmolzen.

Der Rest der jungen ÖRV-Damen ließ auf der technisch und physisch anspruchsvollen Bahn im Berchtesgadener Land, auf der Ende Jänner die WM-Medaillen vergeben werden, etwas die Konstanz vermissen. Lisa Schulte, die vor zwei Jahren am Königssee ihr Weltcup-Debüt gefeiert hat, belegte als zweitbeste Österreicherin Rang 14, Hannah Prock, wie Schulte 20 Jahre jung, beendete die WM-Generalprobe auf Patz 17. Die jüngere Schwester von Madeleine, Selina Egle, die mit 17 Jahren ihr Debüt im Weltcup feierte, kam auf Rang 23.

Auch in der abschließenden Team-Staffel präsentierte sich die heimische Auswahl bestens aufgelegt und sorgte mit dem zweiten Sieg seit Einführung des Mannschaftsbewerbs für einen fulminanten Ausklang. Madeleine Egle zauberte neuerlich einen Traumlauf in den Eiskanal, übergab mit Bestzeit an Nico Gleirscher, der dank seines gestrigen vierten Ranges erstmals für einen Staffel-Bewerb nominiert wurde. Der Stubaier ließ in der bahn ebenso wie die Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller nichts anbrennen. Auf Platz zwei landete Gastgeber Deutschland, den dritten Rang sicherte sich die russische Auswahl.

Fortgesetzt wird der Eberspächer Rennrodel-Weltcup 2020/21 am kommenden Wochenende in Sigulda, wo neben Weltcuppunkten auch EM-Medaillen vergeben werden. Die Anreise des Rodel-Trosses wird mit Charterflügen bewerkstelligt, der Abflug erfolgt am Montag Früh von Salzburg aus.

Stimmen:

Madeleine Egle:

„Königssee ist eine sehr anspruchsvolle Bahn. Es ist richtig cool, dass ich hier, wo ich mein erstes großes Rennen gefahren bin (Anm.: Weltmeisterschaft 2017), auch meinen ersten Podestplatz im Weltcup geschafft habe. Dazu noch der Erfolg in der Staffel, ich bin mega glücklich. Das Ergebnis gibt hinsichtlich Weltmeisterschaft natürlich Selbstvertrauen. Ich weiß, wie es hier funktioniert, klar werden die anderen Vollgas geben, aber ich werde das auch probieren. Zunächst freue ich mich aber auf Sigulda, auch das ist eine technisch sehr herausfordernde Bahn, auch dort fühle ich mich sehr wohl.“

 Thomas Steu:

„Wir haben heute alle einen super Job gemacht und absolut verdient gewonnen. So kann man ins neue Jahr starten.“

Nico Gleirscher:

”Es ist für mich bereits in den letzten Wochen sehr gut gelaufen, dieses Wochenende war sowieso extrem cool. Ich bin sehr stolz, dass mir bei meinem Staffel-Debüt in der Bahn alles aufgegangen ist und ich meinen Beitrag leisten konnte. Die Freude ist riesig.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Gratulation an Madeleine, der Podestplatz war überfällig! Es freut uns sehr, dass sie den Schwung aus den letzten Rennen mitnehmen konnte und sich heute mit tollen Läufen belohnt hat. Unsere Doppelsitzer haben gestern mit den Rängen drei und vier neuerlich bewiesen, dass sie in der absoluten Weltspitze mitmischen. Bei den Herren haben wir mannschaftlich mit den Plätzen vier, sechs und acht ebenfalls aufzeigen können, hier fehlt leider der metallene Glanz, dafür ist es im heutigen Staffel-Bewerb umso besser gelaufen. Alle drei Schlitten haben eine sehr gute Leistung abrufen können und für einen krönenden Abschluss gesorgt. Wir sind zufrieden und freuen uns auf die Fortsetzung am kommenden Wochenende in Sigulda.“

Ergebnisse:

Team-Staffel:

  1. Österreich     2:42.729
  2. Deutschland   +0.193
  3. Russland         +0.804

Damen:

  1. Julia Taubitz                  GER        1:41.402
  2. Natalie Geisenberger   GER        +0.310
  3. Madeleine Egle        AUT       +0.368
  4. Lisa Schulte              AUT       +1.526
  5. Hannah Prock         AUT       +1.796
  6. Selina Egle                AUT       +2.255

Doppelsitzer:

  1. Toni Eggert/Sascha Benecken                  GER        1:40.284
  2. Tobias Wendl/Tobias Arlt                         GER        +0.141
  3. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       +0.470
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.666

DNF Juri Gatt/Riccardo Schöpf                 AUT

Herren:

  1. Felix Loch                      GER        1:38.218
  2. Roman Repilov             RUS        +0.285
  3. Johannes Ludwig         GER        +0.701
  4. Nico Gleirscher       AUT       +0.736
  5. Jonas Müller            AUT       +0.782
  6. Wolfgang Kindl       AUT       +0.845
  7. Reinhard Egger       AUT       +1.240

DNF David Gleirscher    AUT

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände: https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

         


02.01.2021 Weltcup Königsee Tag 1: Einmal Bronze, zweimal Blech

Thomas Steu und Lorenz Koller verteidigen in Königssee mit Platz drei ihre Führung im Gesamtweltcup. Yannick Müller und Armin Frauscher belegten ebenso wie Nico Gleirscher bei den Einsitzern Platz vier. Die Gastgeber ließen auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt bis dato nichts anbrennen und dominierten die erste Halbzeit der WM-Generalprobe.

Die amtierenden Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken sicherten sich ihren dritten Königssee-Sieg in Folge und verbuchten damit ihren 46. Erfolg im Weltcup. Mit einem Rückstand von 14 hundertstel Sekunden landeten die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Wendl auf Platz zwei. Hinter den beiden deutschen Schlitten platzierten sich Thomas Steu und Lorenz Koller auf Rang drei, damit verteidigten die dreifachen Saisonsieger ihre Führung im Gesamtweltcup. Ein ebenfalls starkes Rennen gelang Yannick Müller und Armin Frauscher. Bei ihrer Premiere im Vorjahr noch zu Sturz gekommen, mischte das Duo diesmal im technisch anspruchsvollen Eiskanal am Fuße des Watzmanns in der absoluten Weltspitze mit und unterstrich mit Rang vier ihre rasante Entwicklung. Die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die nach einem heftigen Sturz in Durchgang zwei keine Zielflagge sahen, kamen mit dem Schrecken davon.

Im Einsitzer der Herren bleibt Felix Loch das Maß aller Dinge. Der 31-jährige Deutsche raste mit zwei Laufbestzeiten zu seinem sechsten Saisonsieg und insgesamt 45. Triumph im Weltcup. Dem Russe Roman Repilov, Gesamtweltcupsieger des Vorjahres, gelang mit Rang zwei der erste Podestplatz im Laufe der heurigen Renn-Winters. Hinter Johannes Ludwig (GER) platzierte sich Nico Gleirscher als bester Österreicher auf Rang vier. Dem Stubaier, zuletzt Zweiter in Winterberg, fehlten drei Hundertstel für den nächsten Podestplatz. Der Vorarlberger Jonas Müller rodelte auf den starken sechsten Rang, Wolfgang Kindl, zur Halbzeit auf Zwischenrang vier, beendete das Rennen nach einer unrunden Linie in der S-Kombination auf Platz acht. Reinhard Egger, am Start aufgrund seiner Bandscheibenprobleme nach wie im Hintertreffen, wurde 14., David Gleirscher, der bereits 2017 in Königssee schwer zu Sturz gekommen war, musste im ersten Lauf nach einer Welle im Kreissl vom Schlitten, blieb aber unverletzt.

Am Sonntag starten zunächst die Damen ins Neue Jahr, abgerundet wird die WM-Generalprobe mit einer weiteren Team-Staffel. Neben Madeleine Egle, in dieser Saison bereits fünfmal in den Top-6, Hannah Prock, die 2019 in Königssee mit Rang drei erstmals am Weltcup-Podest stand und Lisa Schulte, hat auch Selina Egle die Qualifikation für die Punktejagd am Königssee gemeistert. Damit feiert die 17-jährige Schwester von Madeleine am Sonntag ihr Weltcupdebüt in der allgemeinen Klasse.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Wir haben gewusst, dass wir hier beim Start noch zu weit weg sind und das Maximum, das wir herausholen können, der dritte Platz ist. Wir werden versuchen bis zur Weltmeisterschaft hin näher heranzukommen. Wir sind stolz, dass wir die Führung im Gesamtweltcup behauptet haben, die beiden deutschen Schlitten waren heute einfach stärker, das muss man neidlos anerkennen.“

Lorenz Koller:

„In Königssee fühlt sich das Rodeln für uns immer super an, die Läufe haben sehr viel Spaß gemacht.  Wir sind beim Niederlegen etwas zu weit nach links gekommen, müssen am Start in Blickrichtung WM noch nachlegen. Wenn man bei der Zwischenzeit schon 15 Hundertstel hinten ist, dann wird es einfach schwer, den Rückstand gegenüber den starken Deutschen noch aufzuholen.“

Yannick Müller:

„Wir haben uns im Training ziemlich schwer getan, hätten nicht erwartet, dass es so gut läuft. Wir haben uns speziell am Start steigern können, es sind aber noch immer Reserven da. Unterm Strich sind wir mit dem Ergebnis überglücklich.“

Nico Gleirscher

”Am Speed hat es heute bestimmt nicht gelegen, aber es waren in beiden Läufen kleine Fehler drinnen. Natürlich ist es schade, dass es so knapp nicht fürs Podest gereicht hat, aber ich habe meine gute Form ins Neue Jahr mitnehmen können, das stimmt mich für die kommenden Aufgaben sehr positiv.“

Ergebnisse:

Doppelsitzer:

  1. Toni Eggert/Sascha Benecken                  GER        1:40.284
  2. Tobias Wendl/Tobias Arlt                          GER        +0.141
  3. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       +0.470
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.666

DNF Juri Gatt/Riccardo Schöpf                 AUT

 

Herren

  1. Felix Loch                       GER        1:38.218
  2. Roman Repilov              RUS        +0.285
  3. Johannes Ludwig          GER        +0.701
  4. Nico Gleirscher        AUT       +0.736
  5. Jonas Müller             AUT       +0.782
  6. Wolfgang Kindl        AUT       +0.845
  7. Reinhard Egger        AUT       +1.240
    DNF David Gleirscher    AUT

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände: https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

     


20.12.2020 Weltcup Winterberg: Knappe Kiste

Der zweite Renntag in Winterberg, an dem neben dem Einsitzer-Rennen der Herren auch Weltcuppunkte im Sprint vergeben wurden, entwickelte sich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu einer herausfordernden Angelegenheit für Mensch und Material. Die heimischen Schlitten kamen mit den schwierigen Eisverhältnissen ansprechend zu Recht und verabschiedeten sich mit zwei weiteren Podestplätzen in die verdiente Weihnachtspause.

Gleirscher zeigt auf

Im Einsitzer der Herren bleibt Felix Loch mit seinem fünften Saisonsieg in Folge das Maß aller Dinge, hinter dem Deutschen entwickelte sich ein spannender Krimi um die weiteren Podestplätze. Nico Gleirscher distanzierte Dominik Fischnaller um vier Tausendstel und jubelte drei Jahre nach seiner Podest-Premiere, die dem Stubaier ebenfalls in Winterberg gelang, über sein bestes Ergebnis im Weltcup. Während Gleirscher das Glück des Tüchtigen hold war, verpasste Jonas Müller als Vierter das Podest um fünf tausendstel Sekunden. Nicht ganz nach Wunsch verlief die Konkurrenz für David Gleirscher, der sich diesmal mit Rang neun begnügen musste. Wolfgang Kindl und Reinhard Egger folgten auf den Plätzen 13 und 15. Damit lösten alle Österreicher das Ticket für die abschließende Sprint-Entscheidung.

Steu/Koller sprinten auf Platz 3

Im Sprint-Weltcup, der den Top-15 der vorangegangenen Disziplinen vorbehalten ist und in einem Durchgang mit fliegendem Start entschieden wird, fanden Thomas Steu und Lorenz Koller nach dem durchwachsenen Disziplinenrennen mit Rang drei die passende Antwort. Mit ihrem fünften Podestplatz im Verlauf dieser Saison verteidigten die beiden 26-jährigen HSZ-Sportler die Führung im Gesamt-Weltcup. Der Sieg ging an die Deutschen Toni Eggert und Sascha Benecken (GER), Tobias Wendl und Tobias Arlt, ebenfalls aus Deutschland, holten Platz drei. Yannick Müller und Armin Frauscher, die abermals Probleme in der Startkurve hatten, beendeten den Sprint auf Rang elf.

Bei den Damen sicherte sich Julia Taubitz das Winterberg-Double, die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres verwies ihre Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze. Hannah Prock zeigte vor der Weihnachtspause noch einmal auf, die 20-jährige Tirolerin wurde wie beim Sprint in Innsbruck-Igls als Fünfte beste Österreicherin. Madeleine Egle ließ ihre Möglichkeiten mit einem unsauberen Start liegen und belegte Rang acht, mit Lisa Schulte auf Platz neun platzierten sich alle Österreicherinnen in den Top-10.

Im Sprint der Herren beendete der Deutsche Max Langenhan mit seinem ersten Weltcupsieg die Siegesserie seines Team-Kollegen Felix Loch, der sich diesmal mit Rang fünf begnügen musste. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Südtiroler Cousins Kevin und Dominik Fischnaller. Die heimischen Starter konnten nicht ganz an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen. Nico Gleirscher belegte unmittelbar vor Bruder David Rang acht, Wolfgang Kindl, Jonas Müller und Reinhard Egger folgten auf den Plätzen 11 bis 13.

Die heimischen Rodler treten heute die Heimreise an und lösen, zurück in Innsbruck, ihre vierwöchige Isolation auf. Seit Saisonbeginn arbeiten die ÖRV-Asse in Kleingruppen in einer Blase, vor der Wiederaufnahme des Trainings am 28. Dezember, folgen neuerliche Covid-19-Tests. Für die zweite Saisonhälfte, die am 2./3. Jänner am Königssee startet und mit dem Weltcup-Finale in St. Moritz am ersten Februar-Wochenende endet, begeben sich Mannschaft und Betreuer neuerlich in eine Blase.

Stimmen:

Nico Gleirscher:

„Es war richtig spannend. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob es tatsächlich der Einser ist, der da aufleuchtet, deshalb habe ich so spät gejubelt. Mit gefällt die Bahn, ich komme immer mit einem guten Gefühl her, es ist einfach cool hier zu rodeln. Als wir heute morgen aufgestanden sind hat es noch geregnet. Aber die Bahn-Crew hat ihr Bestes gegeben und das gut gelöst, aus meiner Sicht war es ein faires Rennen.“

Thomas Steu:

„Wir haben auch heute einige sehr dumme Fahrfehler eingestreut. Das ärgert uns sehr, aber man muss auch sagen, dass es weit Schlimmeres gibt, als hier in Winterberg zweite zu werden. Wir freuen uns jetzt auf eine kurze Verschnaufpause und wollen es auch in der zweiten Saisonhälfte spannend machen.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Im Sprint der Herren waren wir heute nicht ganz dabei, ansonsten bin ich mit den gezeigten Leistungen zufrieden. Nico hatte bisher zu wenig Konstanz in seinen Läufen und heute gezeigt was möglich ist, auch die Antwort von Steu/Koller im Sprint war am Punkt. Bei den Damen hat Hannah ihren Aufwärtstrend bestätigt, mannschaftlich haben wir aufzeigen können. Ich denke wir können bis hierher sehr zufrieden sein, jetzt gilt es die Akkus aufzuladen und den Schwung bestmöglich ins Neue Jahr mitzunehmen.“

Ergebnisse/Winterberg/Weltcup:

Herren:

  1. Felix Loch                      GER        1:43.861
  2. Nico Gleirscher       AUT       +0.198
  3. Dominik Fischnaller    ITA         +0.202
  4. Jonas Müller            AUT       +0.207
  5. David Gleirscher    AUT       +0.412
  6. Wolfgang Kindl      AUT       +0.560
  7. Reinhard Egger      AUT       +0.648

Doppelsitzer:

  1. Tobias Wendl/Tobias Arlt                          GER        1:26.962
  2. Toni Eggert/Sascha Benecken                   GER        +0.040
  3. Andris Sics/Juris Sics                                  LAT        +0.242
  4. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       +0.428
  5. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.863
  6. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                AUT       +1.048

Damen:

  1. Julia Taubitz                                  GER        1:52.462
  2. Natalie Geisenberger                   GER        +0.106
  3. Eliza Tiruma                                  LAT        +0.266
  4. Madeleine Egle                       AUT       +0.359
  5. Hannah Prock                         AUT       +0.800
  6. Lisa Schulte                              AUT       +0.969

 

Winterberg/Sprint-Weltcup:

Herren:

  1. Max Langenhan           GER        36.331
  2. Kevin Fischnaller         ITA         +0.058
  3. Dominik Fischnaller    ITA         +0.072
  4. Nico Gleirscher       AUT       +0.155

9 David Gleirscher          AUT       +0.162

  1. Wolfgang Kindl       AUT       +0.177
  2. Jonas Müller            AUT       +0.205
  3. Reinhard Egger       AUT       +0.213

 

Doppelsitzer:

  1. Toni Eggert/Sascha Benecken                  GER        30.972
  2. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       +0.053
  3. Tobias Wendl/Tobias Arlt                          GER        +0.109
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.264

 

Damen:

  1. Julia Taubitz                                  GER        38.782
  2. Natalie Geisenberger                    GER        +0.174
  3. Dajana Eitberger                           GER        +0.189
  4. Hannah Prock                          AUT       +0.265
  5. Madeleine Egle                        AUT       +0.409
  6. Lisa Schulte                              AUT       +0.425

 

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände:
https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28


19.12.2020 Weltcup Winterberg: LICHT UND SCHATTEN

 

Österreichs Doppelsitzer mussten im heurigen Weltcup-Winter erstmals kleinere Brötchen backen. Thomas Steu und Lorenz Koller ließen zum Auftakt der Entscheidungen in Winterberg ihre Möglichkeiten ebenso wie Yannick Müller und Armin Frauscher in Durchgang eins liegen. Beiden Schlitten wurde eine fehlerhafte Linie in der Startkurve zum Verhängnis.

Im zweiten Lauf betrieben die ÖRV-Asse erfolgreich Schadensbegrenzung. Steu/Koller knallten die Tages-Bestzeit in den Eiskanal im Sauerland und verbesserten sich von Platz 16 auf Gesamtrang sieben. Müller/Frauscher schoben sich dank der fünftschnellsten Laufzeit von Zwischenrang 20 auf Position 14 und lösten damit ebenfalls das Ticket für die Sprint-Entscheidung. Haarscharf an der Qualifikation für morgen schrammten Juri Gatt und Riccardo Schöpf vorbei. Die ÖRV-Junioren beendeten das Rennen auf Platz 16. Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER) sicherten sich mit ihrem ersten Saisonsieg ihren 45. Erfolg im Weltcup, vier hundertstel Sekunden hinter den Olympiasiegern landeten deren Teamkollegen Toni Eggert/Sascha Benecken. Platz drei holten Andris und Juris Sics aus Lettland.

Bei den Damen gelang allen drei ÖRV-Schlitten die Qualifikation für den Sprint. Madeleine Egle zündete nach Zwischenrang sieben in Durchgang zwei den Turbo und sicherte sich mit der drittschnellsten Laufzeit den dritten vierten Platz in Folge. Hannah Prock erreichte ihr zweites Top-10-Ergebnis im Laufe dieses Weltcup-Winters, unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin landete Lisa Schulte auf Rang elf. Die Deutsche Julia Taubitz jubelte über ihren zehnten Weltcupsieg, Landsfrau Natalie Geisenberger rodelte zum fünften Mal in Folge auf Rang zwei, die Lettin Liza Tiruma holte Weltcup-Bronze.

Am Sonntag folgt zunächst die Entscheidung der Herren, abgeschlossen wird das Winterberg-Wochenende mit einem Sprint-Weltcup. In diesem rodeln die Top-15 aus den vorangegangenen Disziplinenrennen in einem Lauf mit fliegendem Start um die letzten Weltcuppunkte vor der Weihnachtspause.

Stimmen:

Armin Frauscher:

„Wir haben das Rennen definitiv im ersten Lauf liegen gelassen, die Startkurve hat uns bereits im Training grobe Probleme bereitet, auch unten raus war es nicht sauber. Schade, aber wir haben mit dem starken zweiten Lauf eine gute Reaktion gezeigt und uns zumindest noch für den Sprint-Weltcup qualifizieren können. Damit haben wir morgen die Möglichkeit es besser zu machen.“

 Lorenz Koller:

„Die Bahn war deutlich schneller als im Training, darauf haben wir uns nicht optimal eingestellt. Wir haben zu spät eingelenkt, ein reiner Fahrfehler, der sehr ärgerlich ist, aber passieren kann. Im Training hatten Wendl/Arlt in der Startkurve große Probleme, heute haben wir gepatzt. Wichtig war die Reaktion im zweiten Lauf, da hat man gesehen, dass der Speed absolut passt. Morgen werden die Karten neu gemischt, wir freuen uns auf die Revanche.“

Madeleine Egle:

„Beide Läufe waren leider etwas fehlerhaft, so gesehen ist das Ergebnis super. Der Speed passt absolut, wenn ich morgen treffe, ist das Podest definitiv drinnen.“

Hannah Prock:

„Am Start habe ich mich im Vergleich zum Training steigern können, leider war der erste Lauf nicht ganz rund. Unterm Strich bin ich zufrieden, ich habe meinen Aufwärtstrend bestätigen können und hoffe im morgigen Sprint neuerlich aufzeigen zu können.“

Ergebnisse:

Damen:

  1. Julia Taubitz                                  GER        1:52.462
  2. Natalie Geisenberger                   GER        +0.106
  3. Eliza Tiruma                                  LAT        +0.266
  4. Madeleine Egle                       AUT       +0.359
  5. Hannah Prock                         AUT       +0.800
  6. Lisa Schulte                             AUT       +0.969

 

Doppelsitzer:

  1. Tobias Wendl/Tobias Arlt                          GER        1:26.962
  2. Toni Eggert/Sascha Benecken                   GER        +0.040
  3. Andris Sics/Juris Sics                                  LAT        +0.242
  4. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       +0.428
  5. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.863
  6. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                AUT       +1.048

 

 Zeitplan:

Sonntag, 20. Dezember:

08:25    Herren/1. Lauf
10:00    Herren/2. Lauf
12:00    Sprint/Doppelsitzer
12:45    Sprint/Damen
13:25    Sprint/Herren

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände:
https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28


15.12.2020 Vorschau Winterberg:  Zwischen Himmel und Hölle

Am kommenden Wochenende steht für die Kunstbahnrodler mit dem Weltcup in Winterberg die letzte Punktejagd vor der Weihnachtspause auf dem Programm. Die Erinnerungen an die Veltins-Eisarena fallen aus ÖRV-Sicht weniger gut, bis hervorragend aus.

In der Vorsaison haben die Österreicher den Eiskanal im Sauerland aufgrund der schlechten Bahnverhältnisse, teils bedingt durch die Witterung im Vorfeld, als nicht weltcuptauglich und zu gefährlich eingestuft und wie die deutschen Doppelsitzer und das US-Team auf den Start verzichtet. Wesentlich erfreulicher verlief die Weltmeisterschaft 2019, wo die ÖRV-Asse in Winterberg gleich vier Medaillen in den Einzeldisziplinen abräumten. Jonas Müller triumphierte im Sprint, Reinhard Egger jubelte über die Silbermedaille im Disziplinenrennen und Thomas Steu/Lorenz Koller eroberten in beiden Disziplinen Bronze. Zum Drüberstreuen gab es für die ÖRV-Auswahl WM-Silber im Team-Staffel-Bewerb.

129 Athletinnen und Athleten aus 21 Nationen haben für den Eberspächer Rennrodel-Weltcup in Winterberg gemeldet. Am Samstag (19.12.) stehen die Entscheidungen der Doppelsitzer und Damen auf dem Programm, am Sonntag folgen die Läufe der Herren und ein weiterer Sprint-Weltcup. Hannah Prock und die Doppelsitzer Juri Gatt/Riccardo Schöpf müssen ihre Weltcuptickets über den Nationencup (18.12.) lösen, der Rest der ÖRV-Mannschaft ist für die bevorstehende Punktejagd gesetzt.

 

Stimmen:

Jonas Müller:

„Winterberg ist für mich Himmel und Hölle zu gleich. Ich bin hier schon oft gestürzt, habe nicht viele Rennen ins Ziel gebracht. Dafür ist mir mit dem WM-Titel aber auch ein echter Volltreffer gelungen. Die Bahn steht in diesem Jahr brutal gut, trotzdem bleibt die Materialabstimmung in Winterberg eine spezielle Herausforderung. Sollte am Sonntag tatsächlich Regen kommen, wird es zu einer Lotterie. Genau darauf müssen wir uns im Training vorbereiten. Ich werde noch einiges testen und hoffe auf ein schnelles Gesamtpaket.“

Lorenz Koller:

„Das Wetter ist aktuell kaum einzuschätzen, das macht die Abstimmung in Richtung Rennen sehr schwierig. Prinzipiell liegen uns Gleiterbahnen ganz gut, wir werden in den verbleibenden Trainingsläufen noch einiges probieren und gehen die Aufgabe mit viel Selbstvertrauen und voller Konzentration an.“

Yannick Müller:

„Wir fahren im Doppelsitzer das erste Mal in Winterberg, stehen vor der Herausforderung uns die Bahn in lediglich sechs Trainingsläufen erarbeiten zu müssen. Im Einsitzer bin ich immer sehr gerne hier gerodelt, ich mag es, wenn man den Schlitten laufen lassen kann. Die ersten Trainingsläufe haben sich gut angefühlt, wir wollen den Schwung mitnehmen und im Idealfall an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen.“

Reinhard Egger:

„Mir hat zuletzt etwas der Speed gefehlt, ich bin deshalb auf die Olympiaschiene von 2018 gewechselt, die wir etwas adaptiert haben. In Winterberg braucht es vor allem Gefühl, das liegt mir. Die Bahn steht in diesem Jahr wirklich sehr gut, mal schauen, ob das Wetter mitspielt.“

Nico Gleirscher:

„Das Material ist am Punkt, der Speed passt, aber ich muss einfach mehr Konstanz in meine Läufe bringen. Mein Ziel für Winterberg ist zweimal voll zu treffen, wenn das gelingt, bin ich bei der Musik dabei. Die Bahn liegt mir, bei meinem letzten Weltcuprennen 2018 bin ich im Sprint Dritter geworden.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Nach den doch sehr großen Problemen im Vorjahr, ist der Bahnausbau diesmal ausgezeichnet, die Veranstalter geben sich viel Mühe, die Bahn steht sehr gut da. Leider spielt das Wetter im Augenblick nicht ganz mit, aber darauf müssen sich alle Teams einstellen. Ich erwarte einen interessanten Wettbewerb, wo gewisse taktische Dinge hinsichtlich Abstimmung eine große Rolle spielen können.“

 

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände:
https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

 

 Zeitplan/Winterberg:

Samstag, 19. Dezember:
08:55    Doppelsitzer/1. Lauf
10:15    Doppelsitzer/2. Lauf
11.50    Damen/1. Lauf
13:15    Damen/2. Lauf

 

Sonntag, 20. Dezember:
08:25    Herren/1. Lauf
10:00    Herren/2. Lauf
12:00    Sprint/Doppelsitzer
12:45    Sprint/Damen
13:25    Sprint/Herren

 

 

Winterberg Müller (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Winterberg Müller Frauscher (c) FIL Mareks Galinovskis


13.12.2020 Rodler weiterhin voll auf Zug/ Staffel auf Rang 2

Österreichs Rodel-Asse sicherten sich zum Abschluss des Oberhof-Konkurrenz mit Rang zwei in der Team-Staffel den vierten Podestplatz an diesem Rennwochenende. Die ÖRV-Bilanz nach dem ersten Saisondrittel kann sich mit drei Weltcupsiegen und acht weiteren Top-3-Plätzen absolut sehen lassen.

Egle mit Start- und Bahnrekord

Der zweite Renntag im Thüringer Wald startete mit der Entscheidung der Damen und endete mit dem ersten Weltcupsieg von Dajana Eitberger nach ihrer Babypause. Die Olympia-Zweite von 2018 verwies Landsfrau Natalie Geisenberger auf Rang zwei und prolongierte damit die beeindruckende Erfolgsserie der deutschen Damen, die seit 1999 in Oberhof ungeschlagen sind. Madeleine Egle raste um minimale sieben Tausendstel an ihrem ersten Weltcup-Podest vorbei und belegte wie zuletzt in Altenberg den starken vierten Rang. Die Team-Europameisterin beeindruckte im Finale mit einem neuen Start- und Bahnrekord. Lisa Schulte, die ihre erste komplette Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse absolviert, belohnte sich an ihrem 20. Geburtstag mit Rang sieben, Hannah Prock büßte im Finale vier Plätze ein und beendete das Rennen auf Rang zwölf.

Staffel hauchdünn am Jackpot vorbei

Im abschließenden Staffel-Bewerb setzte sich Deutschland nach 143,6 Fahrsekunden um drei hundertstel Sekunden Vorsprung gegenüber Österreich durch. Damit gewannen die Gastgeber in Oberhof wie in der Vorsaison in sämtlichen Disziplinen.

Madeleine Egle, Jonas Müller und Thomas Steu/Lorenz Koller bestätigten ihre Top-Leistungen aus den Disziplinenrennen mit starken Läufen und überzeugten mit schnellen Reaktionszeiten beim Abschlag und am Start. Hinter den Österreichern belegte Polen Rang drei, die wesentlich höher eingestuften Teams aus Italien, Lettland und Russland landeten auf den Rängen vier bis sechs.

Bereits am Samstag waren die ÖRV-Doppelsitzer nach dem Doppelsieg zum Auftakt in Innsbruck-Igls auch im Thüringer Wald mit den Plätzen zwei und drei im Verbund auf das Podium gerodelt. Damit verteidigten Thomas Steu und Lorenz Koller ihre Gelben Trikots, Yannick Müller und Armin Frauscher verbessern sich im Gesamtweltcup auf Zwischenrang drei. Einsitzer Jonas Müller der gestern im Thüringer Wald mit Platz drei für den ersten ÖRV-Podestplatz in Oberhof seit 18 Jahren gesorgt hat, verbesserte sich im Gesamtweltcup auf Rang fünf. Felix Loch (GER) baute seinen Vorsprung mit dem vierten Saisonsieg in Folge weiter aus, Olympiasieger David Gleirscher liegt im Zwischenranking als bester Österreicher auf Rang vier.

Die ÖRV-Mannschaft reist heute noch in das 250 Kilometer entfernte Winterberg, wo am kommenden Wochenende um die nächsten Weltcuppunkte in der allgemeinen Klasse und im Sprint gerodelt wird.

Stimmen:

Jonas Müller:

„Es war ein sehr feines Wochenende, ich hatte hier viel Spaß beim Rodeln und bin brutal happy mit meiner Leistung. Das gilt für das Einzelrennen wie für die Team-Staffel. Wenn man mit den Teamkollegen gemeinsam am Podium steht ist das einfach am schönsten.“

Madeleine Egle:

„Der erste Lauf war leider etwas unrund. Ich wollte im zweiten voll angreifen, das ist mir dann auch gelungen. Das dabei gleich der Start- und Bahnrekord rausschaut ist unglaublich. Die fehlenden sieben Tausendstel sind natürlich ärgerlich, aber so ist einfach der Sport, ich bin mit dem vierten Platz wirklich sehr zufrieden. Ähnliches gilt für die Staffel, auch hier war es eng, auch hier ist die Freude über Rang zwei größer als die Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir hatten neuerlich ein starkes Wochenende, das ist die beste Motivation für die kommenden Aufgaben. Bei den Doppelsitzern haben Steu/Koller wieder ein tolles Rennergebnis abgeliefert, Müller/Frauscher sind weit über Soll, da sind wir überglücklich. Bei den Herren freuen wir uns sehr mit Jonas, der immer besser ins Rodeln kommt. Bei Nico und David Gleirscher wäre mehr möglich gewesen, der Speed ist da, leider haben beide zu viele Fehler eingestreut. Madeleine hat sich im Vergleich zum Training sehr gut steigern können und eine richtig starke Leistung gezeigt. Der Start- und Bahnrekord sind sensationell, ich kann mich nicht an eine österreichische Bahnrekordhalterin hier in Oberhof erinnern. Lisa hat ebenfalls aufgezeigt, bei Hannah, die nach einer harten Bande im ersten Lauf nicht mehr so auf Zug gekommen ist, wäre etwas mehr drinnen gewesen, aber auch ihre Entwicklung stimmt mich positiv. Dass der Speed bei allen passt hat auch die Team-Staffel gezeigt. Es war ein sehr spannendes Rennen, in dem wir voll um den Sieg mitgefahren sind. Seit ich für den Verband arbeite und das sind mittlerweile 15 Jahre, ist das unser bestes Ergebnis hier in Oberhof. Jetzt gilt es den Schwung nach Winterberg mitzunehmen und vor der Weihnachtspause noch einmal anzuschreiben.“

 Ergebnisse:

Doppelsitzer:

  1. Toni Eggert/Sascha Benecken                         GER        1:22.881
  2. Thomas Steu/Lorenz Koller                   AUT       +0.155
  3. Yannick Müller/Armin Frauscher        AUT       +0.196

DNF Juri Gatt/Riccardo Schöpf                 AUT

 

Herren:

  1. Felix Loch                           GER        1:26.745
  2. Johannes Ludwig              GER        +0.096
  3. Jonas Müller                 AUT       +0.245
  4. Nico Gleirscher            AUT       +0.465
  5. David Gleirscher         AUT       +0.474
  6. Wolfgang Kindl           AUT       +0.621
  7. Reinhard Egger           AUT       +1.002

 

Damen:

  1. Dajana Eitberger                          GER        1:23.338
  2. Natalie Geisenberger                   GER        +0.072
  3. Kendija Aparjode                          LAT        +0.169
  4. Madeleine Egle                        AUT       +0.176
  5. Lisa Schulte                              AUT       +0.467
  6. Hannah Prock                         AUT       +0.585

 

Team-Staffel:

  1. Deutschland  2:23.648
  2. Österreich     +0.036
  3. Polen               +1.118

 Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände:
https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

 

Jonas Müller (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Oberhof Podest Herren (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Oberhof Podest Doppelsitzer (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Oberhof Egle (c) FIL Mareks Galinovskis


12.12.2020 ÖRV-Asse holen erste Podiumsplätze in Oberhof

Die aktuelle ÖRV-Weltcupmannschaft beendete ihre podestlose Flaute in Oberhof mit beeindruckenden Leistungen. Die heimischen Doppelsitzer rasten zum Auftakt der Entscheidungen in Thüringen im Doppelpack auf das Podium. Auch im Einsitzer gab es dank Jonas Müller ein weiteres Erfolgserlebnis für die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl.

Doppelter Jubel

Österreichs Doppelsitzer bleiben weiterhin auf der Erfolgswelle. Thomas Steu und Lorenz Koller rasten nach drei Rennsiegen in Folge neuerlich auf das Podest und mussten sich im Thüringer Wald lediglich den Lokalmatadoren Toni Eggert und Sascha Benecken geschlagen geben. Die Deutschen fixierten damit ihren 44. Sieg im Weltcup. Auf Platz drei landeten Yannick Müller und Armin Frauscher, die damit nach Rang zwei zum Auftakt in Igls abermals aufs Podest stürmten und in ihrer erst zweiten Saison im Doppelsitzer weiterhin für Furore sorgen. Juri Gatt und Riccardo Schöpf fabrizierten in Durchgang eins beim Übergang in die Kurve 13 einen Kippsturz. Die ÖRV-Junioren, die ihre erste Weltcupsaison in der allgemeinen Klasse bestreiten, sahen diesmal keine Zielflagge.

Im Gesamtweltcup behalten Thomas Steu/Lorenz Koller die gelben Trikots der Führenden, Yannick Müller und Armin Frauscher verbesserten sich nach vier von zwölf Entscheidungen auf Zwischenrang drei.

Müller auf Rang 3

Die im Anschluss durchgeführte Herren-Konkurrenz entwickelte sich zum prognostizierten Krimi und war nichts für schwache Nerven. Am Ende setzte sich Felix Loch durch, der Deutsche wies mit Bahnrekord in Durchgang zwei seinen zur Halbzeit führenden Landsmann Johannes Ludwig hauchdünn in die Schranken und sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg in Folge den bereits zehnten Weltcupsieg in Oberhof. Ludwig, der auf seiner Hausbahn im Vorjahr triumphierte, fehlten auf Loch 96 Tausendstel. Der Bludenzer Jonas Müller, nach dem ersten Lauf auf Platz fünf, attackierte erfolgreich das Podium und rodelte nach dem Sprint von Innsbruck zum zweiten Podestplatz in dieser Saison. Nico Gleirscher vergab im Finale in der Ausfahrt der Kurve 13 mit einer Bande einen absoluten Spitzenplatz und beendete das Rennen unmittelbar vor Bruder David auf Platz sieben. Mit Wolfgang Kindl als Zehnten platzierte sich ein vierter ÖRV-Athlet in den Top-10, Reinhard Egger beendete das Rennen auf Platz 17.

Der Weltcup im Thüringer Wald wird am Sonntag mit dem Rennen der Damen fortgesetzt und einem weiteren Team-Staffel-Bewerb abgeschlossen.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Es war sehr schwierig heute, die Bahn ist aufgrund der Verhältnisse nicht leicht gestanden. Wir tun uns hier traditionell schwer, zum Glück hat es heute zum ersten Mal mit dem Podestplatz in Oberhof geklappt. Das wir hier gemeinsam mit unseren Teamkollegen am Podium stehen, macht das Ganze umso schöner.“

Armin Frauscher:

„Wir sind überglücklich! Die Woche war nicht einfach für uns, wir haben in Oberhof nur sehr sehr wenig Erfahrung, haben uns die Bahn in einigen wenigen Läufen erarbeiten müssen. Dass dabei das zweite Podium unserer gemeinsamen Karriere rausschaut ist fantastisch, so kann es gerne weitergehen.“

 Jonas Müller:

„Der zweite war eindeutig besser. Im ersten waren kleine Fehler drinnen, trotzdem war ich auch mit dem Lauf zufrieden. Es ist richtig cool und freut mich riesig, es macht sehr viel Spaß hier zu rodeln. Leider haben heuer die Zuschauer gefehlt, speziell in Oberhof ist immer eine sehr gute Stimmung.“

 Nico Gleirscher:

„Mit dem Speed bin ich sehr zufrieden, leider waren speziell im zweiten Lauf zu viele Fehler dabei, auch der erste war nicht absolut am Punkt. Ein siebenter Platz ist sicher kein schlechtes Ergebnis, aber ich habe das Potential zu mehr, das habe ich heute leider nicht abrufen können.“

 

 Ergebnisse:

Doppelsitzer:
1. Toni Eggert/Sascha Benecken                          GER        1:22.881
2. Thomas Steu/Lorenz Koller                   AUT       +0.155
3. Yannick Müller/Armin Frauscher        AUT       +0.196
DNF Juri Gatt/Riccardo Schöpf                 AUT

 

Herren:

  1. Felix Loch                           GER        1:26.745
  2. Johannes Ludwig              GER        +0.096
  3. Jonas Müller                 AUT       +0.245
  4. Nico Gleirscher            AUT       +0.465
  5. David Gleirscher         AUT       +0.474
  6. Wolfgang Kindl            AUT       +0.621
  7. Reinhard Egger            AUT       +1.002

 

 

 

Müller, Frauscher (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Müller (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Steu, Koller (c) FIL Mareks Galinovskis


10.12.2020 EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21, Oberhof (GER): Vorschau

Favorisierte Gastgeber

Der Rennrodel-Weltcup 2020/21 findet am bevorstehenden Wochenende im thüringischen Oberhof seine Fortsetzung. Der Eiskanal wurde über den Sommer einer Betonsanierung mit teilweise Höhenreduzierungen der Kurven und Betonprofil-Anpassungen unterzogen. Teile der Bahn wurden neu überdacht, auch die Starthäuser beim Herren- und Damenstart wurden umgebaut. Die Bauarbeiten werden im Sommer 2021 finalisiert. 115 Aktive aus 18 Nationen haben für die bevorstehenden Entscheidungen in Oberhof gemeldet, inklusive Betreuer, Funktionäre und Personal wurden sämtliche Personen vor Ort negativ auf Covid-19 getestet. Eröffnet wird die dritte Station des Eberspächer Rennrodel-Weltcup 2020/21 von den Doppelsitzern und Herren am Samstag, tags darauf folgen die Damen, abschließend wird ein weiterer Team-Staffel-Bewerb ausgetragen. In sämtlichen Disziplinen führt der Weg zum Sieg über Deutschlands heimstarke Rodel-Asse.

Offene Rechnung

Doppelsieg beim Comeback in Innsbruck-Igls, dritter Altenberg-Sieg in Folge, Führung im Gesamt-Weltcup – Thomas Steu und Lorenz Koller haben auf Anhieb dort angeschlossen, wo sie vor der schweren Verletzung des Vorarlbergers aufgehört haben. Nach zwei Bahnen mit siegreichen Erinnerungen folgt nun mit Oberhof ein Eiskanal, wo es für die erfolgsverwöhnten Österreicher noch zu keinem Podestplatz gereicht hat. Das gilt für die Doppelsitzer, wie für den Rest der aktuellen Weltcup-Mannschaft. Steu/Koller, die in Oberhof als bestes Resultat den vierten Platz bei der Europameisterschaft 2019 zu Buche stehe haben, werden abermals einen Kraftakt benötigen, um der Konkurrenz zu enteilen. Speziell Deutschlands Paradeschlitten, Olympiasieger Wendl/Arlt und die Thüringer Weltmeister Eggert/Benecken sind auf ihrer Hausbahn eine Macht, auch die Italienern Rieder/Rastner und die wiedererstarkten Sics-Brüder aus Lettland werden zu beachten sein. Während die russischen Schlitten schwer einzuschätzen sind, muss man mittlerweile auch Yannick Müller und Armin Frauscher auf der Rechnung haben. Das Duo legte in seiner erst zweiten Weltcupsaison mit dem zweiten Platz von Igls und Rang sechs in Altenberg einen fulminanten Saisonstart hin. Während Steu/Koller und Müller/Frauscher gesetzt sind, müssen die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf ihr Ticket im Nationencup lösen.

Alle ÖRV-Herren gesetzt

Bei den Herren, die am Samstag nach dem Doppelsitzer-Bewerb ins Rennen gehen, sind der heuer ebenfalls noch unbesiegte Felix Loch (GER), sowie Vorjahressieger und Lokalmatador Johannes Ludwig zu favorisieren. Stark präsentierten sich in Oberhof in den Vorjahren auch die russischen und lettischen Einsitzer. Bei Österreichs Herren, die nach dem suboptimalen Rennen in Altenberg auf Wiedergutmachung aus sind, haben alle fünf Starter Chancen auf ein top Ergebnis. Reinhard Egger, der bei der Europameisterschaft 2019 als Vierter nur hauchdünn an den Medaillen vorbeigeschrammt war, zählt Oberhof ebenso zu seinen Lieblingsbahnen wie Nico Gleirscher. Auch Bruder DavidWolfgang Kindl und Jonas Müller haben die Qualität und Erfahrung, um ganz vorne mitmischen zu können. Aufgrund der Setzliste, in die die Ergebnisse der drei vorangegangenen Weltcuprennen einfließt, sind sämtliche ÖRV-Herren vorqualifiziert. Die Gesetztengruppe der Herren ist mit 15 Schlitten begrenzt, die der Damen und Doppelsitzer mit je zwölf.

Auch bei den Damen sind die Gastgeberinnen dank Natalie Geisenberger und Julia Taubitz, die im Gesamtweltcup punktegleich die Nase vorne haben, in Pole-Position. Neben Madeleine Egle, die zuletzt lautstark an ihrem ersten Weltcuppodest angeklopft hat, ist auch Lisa Schulte gesetzt, Hannah Prock muss ihr Ticket am Freitag im Nationencup lösen.

Stimmen:

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Wir müssen uns im Vergleich zu Altenberg speziell bei den Herren rodlerisch steigern. Wenn das gelingt, haben wir sicherlich sehr gute Möglichkeiten die podestlose Serie hier in Oberhof zu beenden. Das Material passt, die Stimmung ist sehr positiv, nun gilt es das wenige an Trainingszeit optimal zu nützen und voll fokussiert ins Rennen zu starten. Der Veranstalter gibt sich große Mühe, trotz Corona und der Baumaßnahmen einen guten Weltcup durchzuführen, wir freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben. “

 Nico Gleirscher:

„Die Kurvenkombination neun/zehn verzeiht mehr Fehler, die Einfahrt in die zehn muss nicht mehr so exakt am Punkt sein, damit sind die Auswirkungen nicht derart so brutal. Es ist gut, dass diese Passage entschärft wurde, am Rest hat sich nicht wirklich viel verändert. Ich fühle mich in Oberhof deutlich wohler als in Altenberg, will mir im Training eine gute Ausgangsposition erarbeiten und freu mich schon sehr auf das Rennen.“

Wolfgang Kindl:

„Im Vorjahr hat die Bahn aufgrund der Feuchtigkeit extrem nachlassen. David und ich hatten im ersten Lauf die letzten beiden Nummern und waren ebenso chancenlos wie Jonas, der als Halbzeitführender im Finale als letzter in die Bahn ging. Nachdem das Wetter vergangene Woche in Altenberg auch nicht wirklich mitgespielt hat, hoffe ich diesmal auf gleichbleibend faire Bedingungen. Ich werde mit dem gleiche Set-up wie letzte Woche fahren und versuche in den wenigen Trainingsläufen die bestmögliche Abstimmung zu finden.“

Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Zwischenstände, Nationencup, Gesetzte:
https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

Zeitplan:
Samstag, 12.12.2020:
09:00  Doppelsitzer/1. Lauf
10:20   Doppelsitzer/2. Lauf
11:50    Herren/1. Lauf
13:25    Herren/2. Lauf

Sonntag, 13.12.2020:
09:05    Damen/1. Lauf
10:40    Damen/2. Lauf
12:50    Team-Staffel

 

Nico Gleirscher (AUT) (c) ÖRV

 

Rene Friedl (c) FIL Mareks Galinovskis

 

homas Steu, Lorenz Koller (AUT) (c) ÖRV

 

Reinhard Egger (AUT) (c) ÖRV


06.12.2020 EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21, Altenberg (GER): Verblasen und verfahren

Als wäre der ENZO-Eiskanal aufgrund seiner technischen Raffinessen nicht schon herausfordernd genug, kamen am zweiten Tag des Rennrodel-Weltcups in Altenberg (GER) auch noch erschwerte Wetterbedingungen hinzu. Die Fahrlinien wurde speziell beim Herrenrennen von einem böigen Wind stark beeinflusst, warme Temperaturen sorgten in den Entscheidungen für eine abbauende Eisoberfläche und in Folge kippende Bahn.

In der Entscheidung der Herren nutzte Roman Repilov in Lauf eins seine frühe Startnummer zur Bestzeit. Reinhard Egger und Wolfgang Kindl, die unmittelbar vor dem Russen in die Bahn gegangen waren, folgten auf Zwischenrang zwei (Egger) und vier. Die Top-Favoriten waren aufgrund ihrer späteren Startnummern und der immer langsam werdenden Bahn chancenlos und reihten sich im letzten Drittel des Zwischenklassements ein.

Nach der Pause und Bahn-Präparierung wurde der Spieß im Finale umgedreht. Die gestürzte Startreinfolge sorgte in Kombination mit der neuerlich nachlassenden Bahn für gewaltige Verschiebungen und fand in Felix Loch einen verdienten Sieger. Der Deutsche verwandelte einen Rückstand von sechs Zehntel in einen Vorsprung von 33 Hundertstel und raste von Zwischenrang 17 zu seinem 42. Weltcupsieg. Lochs Landsmann Max Langenhan stand als Zweitplatzierter erstmals in seiner Karriere auf dem Weltcup-Podest, der Lette Kristers Aparjods belegte Rang drei. Roman Repilov, aufgrund der Halbzeitführung als letzter in der Bahn, hielt den Schaden mit Gesamtrang fünf in Grenzen. Gleiches gilt für Reinhard Egger und Wolfgang Kindl die am Ende die Plätze sieben und acht belegten. David Gleirscher, der in beiden Läufen schlechte Bedingungen vorfand und im Finale eine Bande kassierte, reihte sich unmittelbar vor Bruder Nico auf Rang 14 ein, Jonas Müller musste sich nach zwei verpatzten Fahrten mit Rang 26 begnügen.

Auch die abschließende Team-Staffel verlief nicht nach dem Geschmack der heimischen Auswahl, die neben dem Handicap der vorletzten Startnummer auch zu viele Fehler einstreute. Starterin Madeleine Egle kassierte wie die Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller ausgangs der Kurve neun eine Bande, auch David Gleirscher gelang kein optimaler Lauf. In der Endabrechnung musste sich die ÖRV-Auswahl hinter Deutschland mit Rang fünf begnügen. Italien wusste die niedrige Startnummer mit kollektiv starken Fahrten optimal zu nutzen und sicherte sich den Sieg, Russland und Lettland landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Fortgesetzt wird der Eberspächer Rennrodel-Weltcup in Oberhof, wo am kommenden Wochenende (12./13.12.) neben den Disziplinenrennen neuerlich eine Team-Staffel auf dem Programm steht.

Stimmen:

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Nachdem wir uns gestern im Doppelsitzer-Bewerb, aber auch bei den Damen hervorragend in Szene setzen konnten, haben wir heute leider keinen guten Tag erwischt. Sowohl in der Staffel als auch bei den Herren wäre das Podest trotz der witterungsbedingten Turbulenzen absolut möglich gewesen, leider sind uns zu viele Fahrfehler unterlaufen. Glückwunsch an Felix Loch, er hat sich in der Herren-Konkurrenz eine optimale Ausgangsposition herausgefahren und auch im zweiten Lauf voll abgeliefert. Auch die italienische Staffel hat heute alles richtig gemacht.“

Wolfgang Kindl:

„Es war ein extrem schwieriges Rennen, die Bahn hat brutal abgebaut, ist im erstem Lauf nach meiner Fahrt komplett weggebrochen. Mit Zwischenrang vier und der späten Nummer im Finale dachte ich, dass nicht viel drinnen sein wird. Insofern freut mich das Ergebnis schon sehr. Die Läufe waren gut, das Material super eingestellt, ich verlasse Altenberg mit einem sehr positiven Gefühl und freue mich auf die Fortsetzung in Oberhof.“

Reinhard Egger:

„Die Bedingungen waren sauschwer. Meine Materialabstimmung war absolut am Punkt, mir sind zwei gute Läufe gelungen, ich bin absolut zufrieden. Ich habe im zweiten Durchgang am Start voll riskiert, einen weiteren Tatzler gesetzt. Der daraus resultierende Fehler war zwar ärgerlich, aber ich habe in der Bahn sehr gut gearbeitet und mich am Ende mit einem guten Ergebnis belohnt.“

Ergebnisse:

Herren:

  1. Felix Loch                      GER        1:50.395
  2. Max Langenhan           GER        +0.303
  3. Kristers Aparjods         LAT         +0.306
  4. Reinhard Egger       AUT       +0.465
  5. Wolfgang Kindl       AUT       +0.486
  6. David Gleirscher     AUT       +0.691
  7. Nico Gleirscher        AUT       +0.803
  8. Jonas Müller             AUT       +1.713

 

Doppelsitzer:

  1. Thomas Steu/Lorenz Koller             AUT       1:23.612
  2. Toni Eggert/Sascha Benecken                  GER        +0.008
  3. Tobias Wendl/Tobias Arlt                         GER        +0.019
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher AUT       +0.343
  5. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                AUT       +2.170

 

Damen:

  1. Tatyana Ivanova              RUS        1:45.170
  2. Natalie Geisenberger     GER       +0.113
  3. Ekatarina Katnikova      RUS        +0.200
  4. Madeleine Egle           AUT       +0.291
  5. Lisa Schulte                 AUT       +1.159
  6. Hannah Prock            AUT       +1.333

 

Team-Staffel:

  1. Italien              2:25.794
  2. Russland         +0.230
  3. Lettland          +0.584
  4. Österreich     +1.596

 

Egger_Altenberg (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Kindl_Altenberg (c) FIL Mareks Galinovskis


05.12.2020 EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21, Altenberg (GER): EGLE STARKE VIERTE

Tatyana Ivanova gewann beim Rodel-Weltcup in Altenberg die Konkurrenz der Damen, die Russin verwies Natalie Geisenberger (GER) auf Platz zwei und verbuchte damit ihren 15. Sieg im Weltcup. Auf Rang drei folgte die Doppel-Weltmeisterin von Sotschi, Ekatarina Katnikova (RUS). Madeleine Egle, zur Halbzeit auf Position drei, verpasste um 91 Tausendstel ihr erstes Weltcup-Podest. Mit Rang vier rodelte die 22-jährige Team-Europameisterin, die nach ihrer Schulterverletzung in der Vorbereitung am Start nach wie vor leicht gehandicapt ist, ihr drittes Top-6-Ergebnis in Folge ein. Lisa Schulte verpasste als Elfte ein weiteres Top-10-Ergebnis um lediglich 18 Tausendstel, auch Hannah Prock, die Altenberg aufgrund eines Steißbeinbruchs in schmerzvoller Erinnerung hat, gelang auf der ungeliebten Bahn mit Rang 15 eine versöhnliche Vorstellung.

Bereits am Vormittag entschieden Thomas Steu und Lorenz Koller das überaus enge Rennen der Doppelsitzer mit acht Tausendstel Vorsprung auf die Thüringer Toni Eggert/Sascha Benecken für sich und feierten damit den dritten Altenberg-Sieg in Folge. Abermals stark präsentierten sich auch Yannick Müller und Armin Frauscher, die nach Platz zwei und ihrer Podestpremiere am vergangenen Wochenende, mit Rang sechs im ENSO-Eiskanal neuerlich in die absolute Weltspitze platzten. Die Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die erstmals die komplette Weltcupsaison bei den Arrivierten durchlaufen, beendeten das Rennen auf Rang 20.

Der Weltcup im sächsischen Osterzgebirge wird am Sonntag (6.12.) mit der Entscheidung der Herren fortgesetzt und einer weiteren Team-Staffel abgerundet.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Es fühlt sich super an! Die Läufe waren nicht perfekt, wir haben uns viele kleine Fehler erlaubt. Toni (Anm.: Eggert) hat im Training die Kurve 9 viel besser erwischt, wir haben gewusst, dass es ein sehr knappes Rennen wird, aber es hat gereicht. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben, der dritte Sieg in Folge, das gibt extra Motivation.“

Armin Frauscher:

„Unsere Entwicklung passt, es geht von Woche zu Woche was weiter, wir sind top motiviert und überglücklich. Die Läufe waren nicht fehlerfrei, aber wir haben unser persönliches Ziel erreicht, das Ergebnis stimmt uns absolut positiv!“

Madeleine Egle:

„Der Speed passt sehr gut, es sind noch ein paar Kleinigkeiten dabei, die Zeit kosten, aber alles in allen bin ich auf einem guten Weg und mit der Entwicklung sehr zufrieden. Jetzt gilt es den Schwung für morgen mitzunehmen.“

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer & Sportdirektor):

„Den Doppelsitzern kann man nur gratulieren, sie haben an die Leistungen von Innsbruck angeschlossen, das ist absolut beeindruckend. bei den Damen passt die Richtung ebenfalls. Wir sind in Schlagdistanz zu den Medaillen. Für morgen sind wir ebenfalls zuversichtlich, vom Speed sind wir sicher gut dabei. Es wird sicherlich ein heißes Rennen, hoffentlich halten die Bedingungen. Für die Team-Staffel sind Thomas, Lorenz und Madeleine gesetzt, wer von den Herren startet, zeigt sich morgen.“

Ergebnisse:

Doppelsitzer:

  1. Thomas Steu/Lorenz Koller                    AUT       1:23.612
  2. Toni Eggert/Sascha Benecken                          GER        +0.008
  3. Tobias Wendl/Tobias Arlt                                  GER        +0.019
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher        AUT       +0.343
  5. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                       AUT       +2.170

 

Damen:

  1. Tatyana Ivanova                RUS        1:45.170
  2. Natalie Geisenberger       GER       +0.113
  3. Ekatarina Katnikova        RUS        +0.200
  4. Madeleine Egle           AUT       +0.291
  5. Lisa Schulte                 AUT       +1.159
  6. Hannah Prock            AUT       +1.333

Zeitplan:

6.Dezember     
09:35 Herren/1. Lauf
11.05  Herren/2. Lauf
13:15  Team-Staffel

 

 

Steu_Koller (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Doppler_Siegerehrung_Altenberg (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Egle_Altenberg(c) FIL Mareks Galinovskis

 

Mueller_Frauscher_Altenberg_(c) FIL Mareks Galinovskis


05.12.2020 EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21, Altenberg (GER): Steu/Koller triumphieren in Altenberg

ÖRV-Asse prolongieren ihren Erfolgslauf

Die ÖRV-Doppelsitzer Thomas Steu und Lorenz Koller sorgten beim Rennrodel-Weltcup in Altenberg mit ihrem siebenten Weltcupsieg für das nächste Erfolgserlebnis. Die 26-jährigen HLSZ-Sportler, die beim Auftakt in Igls mit zwei Siegen ein fulminantes Renn-Comeback gefeiert haben, bestachen im technisch schwierigen ENZO-Eiskanal im sächsischen Osterzgebirge neuerlich mit Top-Speed und guten Nerven.

Die Österreicher, nach dem ersten Lauf acht Tausendstel hinter den Thüringern Eggert/Benecken auf Zwischenrang zwei, drehten den Spieß dank der zweitschnellsten Zeit in Durchgang zwei um und sicherten sich mit einem minimalen Vorsprung von acht Tausendstel auf Eggert/Benecken  ihren dritten Sieg in Altenberg in Folge. Auf Rang drei landeten die Olympiasieger Wendl/Arlt (GER). Damit baute das ÖRV-Duo ihre Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus.

Yannick Müller und Armin Frauscher, die beim Saisonauftakt in Igls als Zweiplatzierte erstmals vom Weltcup-Podest winkten, platzten mit Rang sechs neuerlich in die absolute Weltspitze. Der Vorarlberger und sein Tiroler Untermann, die nach ihrem Umstieg erst ihre zweite Saison im Doppelsitzer bestreiten, verpassten ihren zweiten Podestplatz um 32 Hundertstel. Die 19-jährigen Junioren Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die erstmals die komplette Weltcupsaison bei den Arrivierten durchlaufen, ließen ihre Möglichkeiten mit einigen Fahrfehlern im zweiten Lauf liegen und beendeten das Rennen auf Rang 20.

Die Konkurrenz der Damen folgt ab 12.15 Uhr, am Sonntag stehen die Entscheidung im Einsitzer der Herren und eine weitere Team-Staffel auf dem Programm.

Stimmen:

Thomas Steu:

„Es fühlt sich super an! Die Läufe waren nicht perfekt, wir haben uns viele kleine Fehler erlaubt. Toni (Anm.: Eggert) hat im Training die Kurve 9 viel besser erwischt, wir haben gewusst, dass es ein sehr knappes Rennen wird, aber es hat gereicht. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben.“

Armin Frauscher:

„Unsere Entwicklung passt, es geht von Woche zu Woche was weiter, wir sind top motiviert und überglücklich. Die Läufe waren nicht fehlerfrei, aber wir haben unser persönliches Ziel erreicht, das Ergebnis stimmt uns absolut positiv!“

Ergebnisse:

Doppelsitzer:

  1. Thomas Steu/Lorenz Koller                   AUT       1:23.612
  2. Toni Eggert/Sascha Benecken               GER        +0.008
  3. Tobias Wendl/Tobias Arlt                       GER        +0.019
  4. Yannick Müller/Armin Frauscher        AUT       +0.343
  5. Juri Gatt/Riccardo Schöpf                    AUT       +2.170

 

Zeitplan:
5. Dezember     
12.15     Damen/1. Lauf
13:40    Damen/2. Lauf

6. Dezember     
09:35    Herren/1. Lauf
11.05     Herren/2. Lauf
13:15     Team-Staffel

Müller, Frauscher (c) FIL / Mareks Galinovskis

 

Müller, Frauscher (c) FIL / Mareks Galinovskis

Steu, Koller (c) FIL / Mareks Galinovskis

 

Steu, Koller (c) FIL / Mareks Galinovskis

 


04.12.2020 EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup 2020/21, Altenberg (GER): ÖRV-Asse mit zwei Siegen im Nationencup

Wolfgang Kindl fixierte in Altenberg im heutigen Nationencup der Herren Bestzeit. Der Doppel-Weltmeister von 2017 verwies Teamkollege Reinhard Egger auf Rang zwei, damit haben beide ÖRV-Athleten die Qualifikation für das Weltcuprennen am Sonntag souverän gemeistert. Auch im Nationencup der Doppelsitzer gab es dank Yannick Müller und Armin Frauscher einen Sieg.

Das ÖRV-Duo, zuletzt in Igls bärenstarke Zweite, verwies die Letten Bots/Palme und Yuzhakov/Prokhorov (RUS) auf die Plätze. Juri Gatt und Riccardo Schöpf beendeten die Qualifikation auf Rang sechs, damit sind auch die beiden 19-jährigen Tiroler im Hauptbewerb mit dabei. Bei den Damen fuhren die Deutschen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger im Nationencup auf die Plätze eins und zwei.

Lisa Schulte löste das Weltcupticket mit Rang fünf, Hannah Prock qualifizierte sich mit der neuntschnellsten Zeit für die morgige Punktejagd. Der Rest der heimischen Asse war aufgrund der Setzliste vorqualifiziert, damit gehen elf ÖRV-Schlitten beim Eberspächer Rennrodel-Weltcup im sächsischen Osterzgebirge an den Start.

 

Stimmen:

Wolfgang Kindl:

„Das Eis war heute etwas weicher als an den beiden Trainingstagen, die Abstimmung war nicht ganz einfach, auch am Start habe ich noch Luft nach oben. Prinzipiell habe ich mich in dieser Woche am Schlitten sehr wohl gefühlt, ich bin guter Dinge und nehme den heutigen Sieg im Nationencup gerne mit.“

Yannick Müller:

„Die Bahn steht aufgrund des Eisausbaus in dieser Woche anders als während der Trainingswoche im Rahmen der Vorbereitung. Darauf haben wir uns erst einstellen müssen, zumal wir hier eine andere Schiene fahren als zuletzt in Igls. Sehr positiv stimmt uns die Startleistung, da ist definitiv etwas weiter gegangen. Unser Ziel ist auch hier ein Top-6-Ergebnis, es ist alles sehr eng beisammen, wenn uns alles aufgeht, können wir wieder vorne mitmischen.“

Ergebnisse/Zwischenstände:

(Eberspächer-Weltcup, Nationencup, Gesetztenliste): https://www.fil-luge.org/de/gesamtstaende?event_season_id=28

Zeitplan/Weltcup Altenberg:
05. Dezember     
09:25    Doppelsitzer/1. Lauf
10:45     Doppelsitzer/2. Lauf
12.15      Damen/1. Lauf
13:40     Damen/2. Lauf

06. Dezember
09:35    Herren/1. Lauf
11.05     Herren/2. Lauf
13:15     Team-Staffel

Müller, Frauscher (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Müller, Frauscher (c) FIL Mareks Galinovskis

 

Wolfgang Kindl (c) ÖRV