Griffig & Glatt

Wieviel kostet das bessere Gewissen?

Immer häufiger wird uns die Frage gestellt, wieso es bestimmte Produkte nicht als Biovariante gibt. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach. Wir haben deswegen zwei unserer beliebtesten Produkte hergenommen und zeigen, was in ihnen steckt. Und was es bedeuten würde, wenn wir sie komplett als Bio-Produkte anbieten würden.

Topfengolatsche

Die Topfengolatsche ist ein Klassiker der österreichischen Küche. Das Rezept ist weitestgehend immer gleich und unterscheidet sich meist nur in Details. Auf unsere Topfengolatschen sind wir stolz und sie scheinen den Leuten sehr gut zu schmecken.

Die wichtigsten Zutaten

  • Mehl
  • Ei
  • Rosinen
  • Topfen
  • Zucker

Preis konventionell: € 1,88

Preis Bio: € 2,75

Chickenbagel

Diesen Snack haben wir selbst entwickelt und er ist ein Dauerbrenner in unserem Sortiment. Der größte Preistreiber bei der Bio-Variante wäre das Hühnerfleisch.

Die wichtigsten Zutaten

  • Hühnerfleisch
  • Tomate
  • Paprika
  • Salat
  • Gurke
  • Mehl
  • Frischkäse

Preis konventionell: € 3,35

Preis Bio: € 7,90

Kosten unabhängig vom Produkt

  • Produktion (Schneiden, Zubereiten, Backen, …)
  • Produktentwicklung (Rezepte verfeinern, neue Rezepte entwickeln, …)
  • Logistik (Lieferung der Rohstoffe, Lieferung der Produkte in die Filialen)
  • Lagerung (Rohstoffe, in den Filialen)
  • Personalkosten (Produktion, Logistik, Filiale, Zentrale, Vorsorgekassen)
  • Vertrieb und Marketing

Zusammenfassung

Die Kosten für die Biovarianten der Produkte sind also spürbar höher. Würde man um diesen Preis einen Chickenbagel kaufen? Die meisten wahrscheinlich nicht, zumindest nicht so oft wie jetzt. Hätte es den positiven Nebeneffekt, dass man dadurch weniger Fleisch konsumiert, was wahrscheinlich gesünder und für die Umwelt besser wäre? Womöglich. Womöglich würde man sich aber billigere Alternativen, die nicht Bio sind, suchen.

Schon jetzt hören wir, dass manche Produkte teuer oder zu teuer sind. Wir sagen: Andere Lebensmittel sind zu billig, weil Lebensmittel wertvoll sind. Viele Produkte werden wir realistischerweise in den nächsten Jahren nicht als Bioversion anbieten, denn als Unternehmen haben wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber die Verantwortung, dass wir Produkte anbieten, die auf dem Markt bestehen können und die Kosten decken. Aber jedes Bioprodukt mehr ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr als ein Drittel unseres Sortiments stammt bereits aus biologischer Landwirtschaft. Gemeinsam mit den Konsumentinnen und Konsumenten werden wir diesen Anteil sicher steigern können.