Griffig & Glatt

Editorial Frühjahr 2016

Liebe Leserinnen und Leser!

Bei uns in Mitteleuropa haben verhältnismäßig viele Menschen die Möglichkeit, frei zu wählen, was sie wann und wie essen. Sie entscheiden damit (bewusst oder eben nicht), wie sie mit der Welt und auch mit dem eigenen Körper umgehen. Als Konsument wird man damit automatisch Teil eines Systems, in dem man ohne entsprechendes Hintergrundwissen auch völlig im Dunkeln tappen kann.

Dabei gibt es heute so viele leicht zugängliche Informationsquellen wie kaum jemals zuvor. Unzählige Bücher, TV-Programme, Magazine und nicht zuletzt natürlich das Internet bieten eine breite Vielfalt an ernährungsbezogenen Informationen. Die Qualität dieser Quellen bzw. die Motivation der Herausgeber zu beurteilen, fällt genauso schwer, wie ein schlüssiges Fazit zu ziehen. Immerhin gibt es alle paar Monate einen neuen Trend oder eine neue Studie zum Thema – mit dem häufig „aktuellsten Stand des zukünftigen Irrtums“.

Die Themen rund um Lebensmittelproduktion, Ernährung und Lebensmittelkunde sollten im gesellschaftlichen Diskurs, wenn man sich ihren globalen Auswirkungen bewusst wird, eine noch wesentlich größere Rolle spielen, als es heute der Fall ist. Vorrangig zählt aber nicht die gefühlte Menge an Information, sondern die Qualität.

Für dieses Heft haben wir uns ein paar spannende Themen zu den Begriffen biologisch, saisonal und regional zusammengesucht. Wir erlauben uns, so mancher Geschichte im Magazin dabei durchaus Raum zu geben, um wirklich auch in die Tiefe gehen zu können, anstatt nur die Oberfläche zu beleuchten.

Gerne freuen wir uns auf Rückmeldungen und Anregungen für zukünftige Beiträge.
Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre und Mahlzeit!

Christoph Ströck